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Bio-Baumwolle im Kommen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nur ein Tausendstel der Menge, im Vergleich zu konventioneller Baumwolle, macht die Ernte von Bio-Baumwolle aus, berichtet die Zeitschrift Stern. Aktuell sind es etwa 25.000 Tonnen, immerhin viermal so viel wie vor sechs Jahren. Seit große Firmen wie Levi´s , Marc O´Polo, H&M und Otto eingestiegen sind und eigene Öko-Label kreiert haben, steigt die Abnahmemenge schnell. Bio-Baumwolle sei ein Hype, zitiert der Stern Elke Hortmeyer von der Baumwollbörse in Bremen.

 

Konventionelle Baumwolle ist eine der am meisten mit Pestiziden belasteten Kulturen: Auf einer weltweit Anbaufläche von 4% werden 11% aller Insektizide und Herbizide eingesetzt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vergiften sich jedes Jahr 300.000 bis 500.000 Menschen mit Baumwollpestiziden, mindestens 20.000 sterben dabei. Gleichzeitig hat sich in den vergangenen fünf Jahren die Anbaufläche für gentechnisch veränderte Baumwolle mehr als verdoppelt - auf inzwischen knapp 13 Millionen Hektar. Für Bio-Baumwolle ist genverändertes Saatgut tabu. Außerdem dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemittel verwendet werden.

Da die Pflanzen nicht - wie bei industriellem Anbau sonst üblich - zum Ernten entlaubt werden dürfen, müssen die Baumwollbälle von Hand gepflückt werden. Ein aufwändiges Verfahren, das sich im Preis niederschlägt: der Biorohstoff ist um bis zu 40 Prozent teurer als konventionell angebaute Fasern. Doch angesichts der Belastung konventioneller Baumwolle und der Folgen für Mensch und Umwelt, müsste sich der Anbau von Bio-Baumwolle in Zukunft durchsetzen.  

 

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