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Bio-Absatz in Österreich steigend

von Redaktion (Kommentare: 0)


Noch im Vorjahr hatte es so ausgesehen, als ob der Absatz von frischen Bio-Produkten im Lebensmittelhandel stagnieren würde: Das Jahr 2003 hatte erstmals seit langem einen Umsatz-Rückgang gebracht, 2004 wurde wieder das Niveau von 2002 erreicht. 2005 wird laut Agrarmarkt Austria (AMA) der Bio-Umsatz um 22 Prozent auf 195 Mill. Euro zulegen. Nicht eingerechnet sind Bio-Backwaren, mit denen Schätzungen zufolge ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag umgesetzt wird.

Unter anderem habe der Einstieg der Discounter in das Bio-Segment das Umsatzplus bewirkt, so AMA-Marketing-Chef Stephan Mikinovic. Zudem sind die Bio-Anteile bei vielen Produkten gestiegen: Bei Eiern etwa von 18 auf 24 Prozent, bei Fruchtjoghurt von acht auf elf Prozent. Stabil bei gut zwölf Prozent Anteil liegt Frischmilch. Dazu kommt als zweiter Wachstumsbereich die Belieferung von Großküchen. Hier hat die Bio-Branche kürzlich Verträge mit Großlieferanten abgeschlossen. Der gesamte Bio-Umsatz liegt bei über 400 Mill. Euro.

Auch für die Erzeuger ist diese Entwicklung erfreulich. So werden beispielsweise im Burgenland 28.000 Hektar biologisch bewirtschaftet; 20 % mehr als 2004. Somit sind 16 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Flächen im Burgenland "Bio". Die Zahl der Biobauern ist dort mittlerweile auf 734 angewachsen. "Der Bioanteil im Burgenland liegt über dem Österreichdurchschnitt. Im Vergleich dazu beträgt der Bioflächenanteil im EU-Durchschnitt nur 3,5 Prozent", so Agrarlandesrat Niki Berlakovich. Der Marktanteil von Bioprodukten betrage in Österreich derzeit vier Prozent und soll weiter erhöht werden. Interessant sei, dass burgenländische Biobetriebe im Durchschnitt deutlich größer seien als konventionelle Betriebe.

Neue Vermarktungswege beschreiten Bio-Bauern in der Steiermark. Insgesamt 800 Bauern produzieren Fleisch der Marke "Styria Beef". Die Marke wird seit ihrer Gründung vor 25 Jahren an Spitzenrestaurants in ganz Österreich verkauft. Seit zehn Jahren wird dieses Produkt biologisch und gentechnikfrei erzeugt. Seit Mitte September 2005 gibt es Styria Beef auch im Handel, in der Weststeiermark etwa im Eurospar in Deutschlandsberg.

Das Fleisch wird in einer eigenen Fleischvitrine jeweils einzeln verpackt angeboten. Für die Kunden ist somit eine Verwechslung oder auch Vermischung in der Theke mit konventionellem Fleisch ausgeschlossen. Die Produzenten erwarten einen höheren Absatz, da es keine direkte Konkurrenz mit billigem Fleisch an der Theke gibt. Der Handel wiederum kann mit regionaler Bio-Affinität punkten. Geliefert wird das Fleisch über die Bio-Beef GmbH, einer Vertriebsgesellschaft zwischen dem steirischen Fleischrinderverband und dem Schlacht- und Zerlegebetrieb Marcher. "Wir wollen mit gezielter Vermarktung eine hochwertige Bio-Rindfleischqualität sicherstellen", betonte August Pierer, Obmann des Fleischrinderverbandes.
(17.10.05)

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