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Barnhouse Stellungnahme zum Fumonisin-Fund in Mr. Reen´s Cornflakes original

von Redaktion (Kommentare: 0)


Verärgert zeigt sich Barnhouse über die Abwertung der Mr. Reens Cornflakes original im neuesten Ökotest-Jahrbuch 2005. In einem offiziellen Rundschreiben heißt es:

"Hätte man eine Kontamination mit vermeidbaren Belastungen, mit Pestiziden oder anderen Giften gefunden, wir wären die Ersten gewesen, die das Produkt zurückgerufen und Besserung gelobt hätten. Allerdings lassen sich nach unseren Recherchen punktuelle Belastungen dieses Schimmelpilzgiftes nie ganz ausschließen, da es sich beim Mais, genau wie bei anderen Getreiden, nun mal um eine Feldfrucht handelt, die dem Wetter und damit auch der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Selbstverständlich wird das Rohprodukt vor der Verarbeitung auf Schimmelpilze getestet, man kann aber nie die gesamte Menge untersuchen und so können auch mal mögliche "Fumonisin-Nester" übersehen werden. Es sei typisch, dass man in einer großen Menge Mais manchmal nur eine Handvoll mit dem Schimmelpilz belasteter Körner finde, in dem gesamten Rest aber gar nichts, sagte uns Frau Dr. Biselli vom Labor Eurofins in Hamburg, das auch Messungen für Ökotest durchführt. Es handelt sich um einen Zufallsfund, ein Pech, das genauso auch den Aldi oder Ewers Cornflakes hätte widerfahren können. Auf keinen Fall rechtfertigt dieser Fund eine öffentlichkeitswirksame Abwertung von Note 1 (wohlbemerkt für die Qualität im Ökotest-Ratgeber Kleinkind 2002) auf die Note befriedigend!"

An der hervorragenden Qualität von Mr. Reens Cornflakes habe sich nichts geändert, betont der Hersteller und kündigt an, die verbleibenden Verpackungen mit dem "sehr gut"-Label weiterhin zu verwenden, diese dann aber nicht mehr nachzudrucken. Barnhouse-Geschäftsführerin Sina Nagl weiter:

"Unser Gegenbeweis blieb unbeachtet von Ökotest
Nachdem wir von Ökotest-Mitarbeitern informiert worden waren, dass man Fumonisine (ein Schimmelpilzgift) in unseren Cornflakes gefunden habe, wurden sofort eigene Messungen in Auftrag gegeben. Die Untersuchung derselben Charge und Messungen anderer Chargen ergaben bei vier untersuchten Proben keine nennenswerte Belastung mit dem Schimmelpilz. Er konnte in einem Labor zweimal nicht nachgewiesen werden, von einem anderen Labor erhielten wir die Nachricht, beide Proben seien mit 12 µg/kg gemessen worden. Daraufhin hat die Ökotest-Redaktion ihr Rückstellmuster der untersuchten Probe noch einmal nachmessen lassen und das Ergebnis immerhin nach unten korrigiert: von vorher 170 µg/kg auf jetzt 76, also unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes, auf den wir uns selbstverständlich nicht berufen wollen, denn Schimmelpilze stellen eine Gefahr dar - keine Frage.
Wir werden in Zukunft zusätzliche Fumonisinmessungen durchführen und die Ergebnisse auf unserer Website veröffentlichen sowie an unsere Fachhandelskunden per Mailing verschicken".

Barnhouse sieht keinen weiteren Handlungsbedarf und empfindet eine generelle Abwertung für einen offensichtlichen Zufallsfund auf die Note 3, nachdem dasselbe Produkt vor zwei Jahren für die Qualität ein "sehr gut" bekommen hatte, als ungerechtfertigt!

"Eine Zeitschrift, die "Öko" im Namen führt, aber jederzeit bereit ist, einem konventionellen Aldi- oder Plus-Produkt den Vorzug zu geben, können wir bald nicht mehr ernst nehmen", heißt es im Rundschreiben abschließend. (08.02.05)

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