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BVL bringt Bio-Tomaten grundlos in Verruf

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat in seinem „Bericht zur Lebensmittelsicherheit 2005“ auch Analyse-Ergebnisse für Tomaten veröffentlicht. Danach enthielten 78 % der untersuchten Bio-Tomaten (31 von 40 Proben) Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Da sich dieses Ergebnis in keiner Weise mit den Erfahrungswerten aus dem BNN-Monitoring für Obst und Gemüse im Naturkosthandel deckt, hat der BNN Herstellung und Handel das BVL schriftlich um Erläuterung gebeten.

 

Dr. Rainer Binner vom BVL erklärte in seinem Antwortschreiben, dass der hohe Anteil von Bio-Proben mit Rückständen lediglich dadurch zustande gekommen sei, dass anorganisches Bromid mitberücksichtigt wurde. Bei 28 der monierten 31 Proben wurde lediglich Bromid gefunden. Die gemessenen Bromid-Konzentrationen bewegten sich zwischen 0,3 und 4,8 mg/kg. Es besteht aber erst ab einer Konzentration von 5 mg/kg ein Verdacht auf unerlaubte Begasung mit Methylbromid. Eine analytische Unterscheidung zwischen natürlich im Boden vorhandenem Bromid und Bromid-Rückständen aus einer Methylbromid-Begasung ist nicht möglich.

 

Aus Sicht des BNN Herstellung und Handel sind nur zwei der Nachweise von Pestizidspuren bei Bio-Tomaten (betrifft 5 % der Proben) erwähnenswert. Der BNN-Orientierungswert für Pestizide wurde aber auch in diesen beiden Fällen nicht überschritten.

 

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