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BÖLW kritisiert Politik

von Redaktion (Kommentare: 0)


„Es ist sträflich, die Chancen des starken Bio-Wachstums für die Landwirtschaft und die erheblichen Leistungen für Natur und Umwelt im Wesentlichen dem Ausland zu überlassen“, kritisierte der BÖLW-Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein (Bild) die aktuelle Politik in einer Pressekonferenz anlässlich der Grünen Woche 2007.

 

Die Politik trägt Mitverantwortung dafür, dass die Nachfrage nach deutscher Bio-Ware nicht mehr befriedigt werden kann. Zu lange haben sie den stetig wachsenden Markt und die anziehenden Erzeugerpreise ignoriert. Schlimmer noch: „Just zu dem Zeitpunkt als 2004 die Wachstumsraten nochmals deutlich nach oben gingen, haben etliche Bundesländer die Umstellungsförderung ausgesetzt“, analysiert Löwenstein. „Die Rahmenbedingungen müssen jetzt so gestaltet werden, dass die ökologischen und ökonomischen Potenziale des Bio-Anbaus voll genutzt werden können“, so der BÖLW-Vorsitzende. Dazu müssen die jetzt wieder anlaufenden, aber stark gekürzten Umstellungsbeihilfen und die Beibehaltungsprämien mindestens auf das alte Niveau aufgestockt werden.

 

Der BÖLW fordert, dass der Anteil für die Forschung zum Ökologischen Landbau am Gesamtetat öffentlicher Mittel für die Agrarforschung mindestens dem Bio-Flächenanteil entsprechen muss. 

 

Bedauerlich sei auch, dass die jüngst beschlossenen Eckpunkte für die Revision der EU-Öko-Verordnung, z.T. so offen formuliert sind, dass eine Verwässerung bisheriger Standards zu befürchten ist. Dies betrifft insbesondere mögliche Ausnahmen für bislang verbotene chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leichtlösliche Dünger sowie geringere Standards bei Importware. „Die Bundesregierung muss während ihrer Ratspräsidentschaft deshalb alles daran setzen, vor der endgültigen Beschlussfassung noch möglichst viele Präzisierungen zu erreichen“, so Alexander Gerber Geschäftsführer des BÖLW. Insbesondere bei der dann anstehenden Anpassung der Durchführungsbestimmungen muss sichergestellt werden, dass das bisherige Niveau von Bio-Produktion aufrecht erhalten bleibt.

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