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BÖLW begrüßt Vorschläge für ein Gentechnik-Moratorium

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft begrüßt den Ende Juni 2006 von Bündnis 90/Die Grünen eingebrachten Antrag, der den von CSU-Generalsekretär Söder in die Diskussion gebrachten Vorschlag eines 5-jährigen Gentechnik-Moratoriums aufgreift.

 

„Uns ist bewusst, dass das EU-Mitglied Deutschland hier nicht dieselbe Entscheidungsfreiheit hat, wie die Schweiz“, stellte der BÖLW Vorsitzende Dr. Felix Prinz zu Löwenstein (Bild) fest. „Aber Deutschland hat die Möglichkeit die Regelungen des § 26 a der EU-Freisetzungsrichtlinie konsequent umzusetzen und somit Lebensmittel sehr weitgehend von Gentechnikeinträgen zu schützen.“

 

Löwenstein wies vor allem darauf hin, dass nach wie vor völlig unklar sei, wie der Schutz einer Lebensmittelerzeugung ohne Gentechnik gewährleistet werden solle. So plane die Bundesregierung offenbar, dass die Haftung für Schäden nur noch dann eintreten solle, wenn eine Kontamination gentechnikfreier Felderzeugnisse oberhalb des Kennzeichnungsgrenzwertes von 0,9 % vorliegt. „Das ist nicht akzeptabel, da Vermarktungsschäden für Bäuerinnen und Bauern bereits unter 0,9 % gegeben sind. Schäden unter 0,9 % werden weit häufiger auftreten als die über 0,9 %“, so Löwenstein.

 

Ein Moratorium, wie es im Bundestag diskutiert wurde, bietet nach Ansicht des BÖLW die Möglichkeit, all diese Fragen zu klären und auch die mittlerweile von der EU-Kommission selbst in Frage gestellten Zulassungsverfahren an den tatsächlichen Risiken auszurichten. „Das wäre allemal besser, als unter völlig ungeklärten Rahmenbedingungen in eine Technologie einzusteigen, deren Nutzen kaum wahrnehmbar ist, die jedoch in erheblichem Umfang Arbeitsplätze in der deutschen Ernährungswirtschaft kosten kann“


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