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BÖLW: Keine Trendwende bei Umstellung

von Redaktion (Kommentare: 0)


 

„Die Signale des Marktes sind bei den Landwirten angekommen, aber die Politik hinkt immer noch halbherzig hinterher“, so lautet die Schlussfolgerung von Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, nach den heute vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichten Zahlen zum Ökologischen Landbau. Zwar erholten sich die Umstellungsraten leicht: So wuchs die ökologisch bewirtschaftete Fläche im Jahr 2007 um 4,8 % (2006: 2,3 %) auf jetzt 865.336 ha und die Zahl der Bio-Erzeuger um 6,5 % (2006: 3,2 %) auf 18.703. Die Zahlen bleiben aber völlig unbefriedigend, so Löwenstein, denn die Zahl ausschließlich verarbeitender Betriebe nahm im gleichen Zeitraum um 24 % und die Zahl der Betriebe, die Bio-Erzeugnisse sowohl verarbeiten wie auch importieren um 20 Prozent zu: „Das zeigt, dass sich die Schere zwischen Marktentwicklung und heimischer Bio-Erzeugung weiter öffnet und der Importanteil steigt“.

 

Löwenstein fordert die verantwortlichen Minister in Bund und Ländern auf, die Rahmenbedingungen für den Öko-Landbau zu verbessern: „Mehr Öko-Landbau ist ein Mehr an Natur- und Umweltschutz, ist gut für die Klimawirkung der Landwirtschaft und schafft tragfähige wirtschaftliche Perspektiven für Bauernfamilien. Immer mehr Verbraucher zeigen durch ihre Kaufbereitschaft, dass sie bereit sind, diese Vorteile für die gesamte Gesellschaft mit zu finanzieren. Die Agrarpolitik muss sicher stellen, dass diese Chance auch in Deutschland genutzt wird!“ Dafür müssten – wie in Bayern und Niedersachsen – auch in den anderen Bundesländern die Umstellungsprämien erhöht und die Förderung von Investitionen gezielt auf Biobetriebe ausgerichtet werden.


 www.boelw.de

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