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BNN-Herstellung und Handel verabschiedet Kodex

von Redaktion (Kommentare: 0)


Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Kassel haben die Mitgliedsunternehmen im Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. am 7. Oktober 2008 „Selbstverständnis und Verhaltenskodex" des Verbandes mit überwältigender Mehrheit verabschiedet.

„Im 25. Jahr seines Bestehens schafft der BNN Herstellung und Handel damit eine tragfähige und zukunftsweisende Plattform gemeinsamer Grundregeln nicht nur für die Mitgliedsunternehmen, sondern auch für alle Branchenakteure, die sich in den Werten und Normen des Kodex wieder finden“, heißt es in der Pressemitteilung aus Berlin. Selbstverständnis und Verhaltenskodex des Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V. geben der Biobranche ein schärferes Profil. Der BNN-Kodex sei eine Hilfe zur Strukturierung schwieriger Diskussionen in Zeiten dynamischer Marktveränderungen. Darüber hinaus spiegle er auch das Wesen einer Branche, die durch ihr starkes Wachstum und die Veränderungen in den letzten zehn Jahren wenig Zeit hatte, auf ihre historisch gewachsenen Werte zu blicken und sich dieser Werte zu versichern.
 

Der erste Teil des Kodexes fasst diese grundlegenden Werte zusammen und steht auch für die Werte der Naturkostbranche als Ganzes, u.a. Partnerschaftlichkeit, Ganzheitlichkeit und gesellschaftspolitische Positionen. Der zweite Teil des Kodexes zeigt, welche Normen Werte wie Transparenz, Verbindlichkeit und hohe Qualitätsansprüche absichern: Entsprechende Richtlinien existieren bereits, viele sind in den vergangenen Jahren im BNN Herstellung und Handel e.V. entstanden. Dazu zählen die Orientierungswerte für Pestizide, der Beschluss zur Volldeklaration und die Aromenempfehlung. Dieser normative Bereich des Kodexes ist für BNN-Mitglieder verbindlich. "Doch strahlten viele dieser Standards auf die gesamte Biobranche aus", heißt es.

Teil drei des Kodexes gibt einen Ausblick auf künftige Arbeitsprojekte des Verbandes und fasst in einer To-Do-Liste wichtige Themen wie zum Beispiel die Bewertung von GVO-Kontaminationen, Packmaterialien und Klimaschutzmaßnahmen zusammen, für die noch keine Normen verabschiedet worden sind. Um die Verbindlichkeit des Kodexes zu unterstreichen soll für Konfliktfälle zwischen BNN-Mitgliedsunternehmen künftig ein Gremium eingerichtet werden, das diese Fälle regelt und moderiert.
 

Bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Frühsommer 2009 soll eine Kommunikationsstrategie entwickelt werden, so der Auftrag der BNN-Mitglieder in Kassel. Dabei sollen die Themen "Transparenz" und "hohe Produktqualität" sowohl für den Handel als auch für die Marken im Vordergrund stehen. Die Ausgestaltung ist, laut BNN-Geschäftsführerin Elke Röder, noch offen. „Die Naturkostbranche hat ein positives Image. Dies wollen wir mit kommunikativen Mitteln nutzen, um das Profil des Naturkostfachhandels und seiner Marken zu schärfen und so zur Differenzierung vom branchenfremden Wettbewerb beizutragen“, so Röder.


Außerdem wurde in Kassel ein Beschluss zur Sortimentsqualität gefällt:
Mit Inkrafttreten der neuen EU-Öko-Verordnung wird es ab dem 1. Januar 2009 möglich sein, auf der Verpackung verarbeiteter Lebensmittel auf den ökologischen Landbau hinzuweisen, selbst wenn nur eine Zutat aus ökologischer Landwirtschaft stammt. Die Bio-Zutaten dürfen dann zwischen den konventionellen Zutaten in der Zutatenliste ausgelobt werden. Zwar dürfen diese Produkte kein Bio-Siegel tragen, jedoch muss der Code der Öko-Kontrollstelle auf der Verpackung stehen. Kunden, die sich wie gewohnt am Vorhandensein einer Kontrollstellennummer orientieren, könnten dadurch irregeführt werden. Die Mitglieder des BNN Herstellung und Handel sind die freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen, auch künftig keine Pseudo-Bio-Produkte herzustellen, zu verarbeiten oder zu handeln. 

 

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