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BASF will GVO-Kartoffeln anbauen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Ab April 2007 sollen - die Genehmigung der EU vorausgesetzt - in Sachsen-Anhalt und Brandenburg die ersten gentechnisch veränderten Kartoffeln angebaut werden. Deren Stärke soll zur Beschichtung von Druckpapier, als Stabilisator in Papiersäcken oder in der Klebstoffindustrie zum Einsatz kommen. Die Knolle mit dem Namen "Amflora" wäre der erste gentechnisch erzeugte Rohstoff auf deutschen Äckern, der nur für technische Zwecke gepflanzt wird. Erfinder und Züchter der Gentechnik-Knollen ist die BASF-Tochter Plant Science, die in diesen Tagen die Zulassung für Amflora in Brüssel beantragt hat.

 

In der gerade beendeten diesjährigen Kartoffelsaison habe es mit drei Landwirten bereits eine "Trockenübung" gegeben, bei der man mit einer herkömmlichen Kartoffel die Produktionsabläufe von "Amflora" simuliert habe, berichtet die Märkische Allgemeine. Die Pflanzkartoffeln werden direkt von BASF an die Bauern geliefert. Die Landwirte müssten sicherstellen, dass die Kartoffeln nicht mit herkömmlichen vermischt werden. Gleiches gelte für Verarbeitung, Lagerung und Transport.

 

Kartoffeln enthalten normalerweise zwei Sorten Stärke - Amylopektin und Amylose - von denen sich nur das Amylopektin industriell nutzen lässt. Bei der genmanipulierten "Amflora" wurde die technisch nutzlose Amylose "ausgeschaltet". Amflora ist bereits die zweite Gentechnik-Kartoffel aus den Gewächshäusern von BASF. Vor zwei Monaten meldete der Konzern Feldversuche mit gentechnisch veränderten Knollen, die gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule resistent sein sollen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genehmigte Feldversuche in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern.

 

"Amflora" ist vermutlich nur Wegbereiter einer ganzen Palette neu konstruierter Gen-Knollen, zu denen eines Tages auch die gentechnisch veränderte Speisekartoffel gehören soll.

 

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