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Aus für Bio-Pionier in Berlin

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der älteste Bioladen Europas (gegründet 1971) muss schließen. „Uns ist finanziell die Luft ausgegangen“, sagen Florence Spitz und Ronald Brauer, Inhaber des „Lebensbaum Naturwaren Ladens“ in Berlin-Schöneberg. Alle zwölf Mitarbeiter wurden bereits vor sechs Monaten entlassen. „Seit dem Bio-Boom bleiben die Kunden weg“, sagt Ronald Brauer. Den Umsatzrückgang von 75 % führen die beiden Besitzer auf die Eröffnung eines großen Bio-Supermarktes in der unmittelbaren Nähe zurück. „Die marktbeherrschende Stellung der Bio-Ketten lässt einem keine Chance“, sagt die 55-jährige Besitzerin.

 

Mehr und mehr tritt das Kundenbedürfnis nach Auswahl in den Vordergrund. Neue Bio-Supermärkte bieten eine große Auswahl auch an Bio-Fleisch. Doch der „Lebensbaum Naturwaren Laden“ folgte diesem Trend nicht - die Inhaber sind Vegetarier.

 

Erst im Jahr 2000 war "Lebensbaum" auf eine größere Fläche (200 m²) umgezogen. Der Umzug und die BSE-Krise im Jahr 2001 brachten viele neue Kunden, doch seit 2004 waren die Umsatzzahlen rückläufig. Selbst eine Erweiterung um Naturwaren brachte nicht den gewünschten Erfolg und wurde wieder reduziert. Die Abwärtsspirale begann: Man reduzierte das Warensortiment, die Kunden hatten weniger Auswahl und wichen auf die großen Bio-Supermärkte aus.

 

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