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Aufsichtsbeamte für Gentechnik sind parteiisch - BÖLW fordert Konsequenzen

von Redaktion (Kommentare: 0)


"Report Mainz" hat Ende Februar 2005 berichtet, Bundesbeamte, die für die Sicherheit von Genpflanzen und die Genehmigung ihrer Freisetzung zuständig sind, hätten sich von den Agro-Gentechnik-Firmen für Werbe-Zwecke einsetzen lassen.

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) wertete diese Nachricht als ausgesprochen beunruhigend. "Die dargestellten Fälle verdeutlichen, dass führende Vertreter zuständiger Behörden weder die Besorgnis der Bevölkerung noch die Risiken der Agro-Gentechnik ernst nehmen", so Dr. Felix Prinz zu Löwenstein (Bild), Vorstandsvorsitzender des BÖLW. "Verbraucher und Landwirte müssten sich darauf verlassen können, dass in den Zulassungsverfahren für
Freisetzung und Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen unvoreingenommen und objektiv geprüft wird. Davon kann man jedoch nicht ausgehen, wenn sich die Prüfer als Werbe-
Zugpferde von den Konzernen einspannen lassen, deren Zulassungsanträge sie beurteilen sollen."

Der BÖLW fordert Ministerin Künast deshalb auf, die nötigen Konsequenzen zu ziehen und dafür zu sorgen, dass Fachleute der Zulassungsbehörden nicht unzulässig mit der Gentechnik-Industrie verbunden sind. Der BÖLW weist zu diesem Anlass darauf hin, dass es auch in anderen Fällen Vertreter öffentlicher Belange an ausreichender Distanz zu wirtschaftlichen Interessen fehlen ließen. In einem
offenen Brief hatte er im Oktober darauf hingewiesen, dass Prof. Winnacker, der als Präsident der deutschen Forschungsgesellschaft an der Verantwortung für die Zuteilung von Forschungsmitteln wesentlichen Anteil hat, gleichzeitig den Konzernen Bayer, KWS und Medigene verpflichtet ist. Seine Mitgliedschaft in den Aufsichtsräten dieser drei Firmen mit starken Aktivitäten in der Agro-Gentechnik werfe bedenkliche Fragen nach der Unabhängigkeit seines wissenschaftlichen Urteils auf, hieß es in dem Brief.

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