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Aufnahmestopp bei Bio-Molkereien

von Redaktion (Kommentare: 0)


Immer mehr Landwirte würden wegen des Preisverfalls für konventionelle Milch gerne auf die lukrativere Bioproduktion umstellen. Doch die meisten der etwa 40 Firmen in Deutschland, die Biomilch verarbeiten, haben derzeit einen Aufnahmestopp.

"Der Andrang der Bauern ist größer als der Absatz der Milch", erklärt Josef Jacobi, Chef der Upländer Bauernmolkerei, man wolle nicht zusätzlichen Druck auf den Biomarkt bringen. Bioland bestätigt Jacobis Einschätzung. Die Molkerei Söbbeke schließt zwar noch Verträge mit Bauern ab, kann aber bei weitem nicht mehr alle Interessenten aufnehmen. "Allein in den ersten drei Monaten des Jahres mussten wir 20 bis 30 Bauern ablehnen", berichtet Prokurist Andreas Nissen. Grund: Der Biomilchmarkt wächst nicht mehr um 15 bis 20 % pro Jahr wie früher, sondern nur noch um 5- 8 %. Noch im Vorjahr gab es im ersten Quartal lediglich fünf Anfragen. Auch auf der Warteliste der Andechser Molkerei stehen inzwischen rund 100 Betriebe. 

Nach Angaben von Bioland erhielten konventionelle Milcherzeuger im Februar 2006 durchschnittlich rund 26 Cent (- 36 %) pro Kilo Rohmilch, mit sinkender Tendenz. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) befürchtet, dass immer mehr Höfe pleitegehen. Für Bio gab es dagegen im Februar etwa 40 Cent - also 14 Cent mehr. Doch auch die Ökopreise sind seit Anfang 2008 um 21 % gefallen.

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