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Aufnahmefähiger Markt für Bio-Kartoffeln

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Bio-Frühkartoffelsaison ist zu Ende gegangen, die Haupternte steht zur Vermarktung an. Sie trifft auf einen aufnahmefähigen Markt, der von einem geringeren Angebot aus konventioneller Erzeugung geprägt sein wird. Die Bio-Ernte ist zwar erneut unterdurchschnittlich, fällt aber größer aus als in den beiden Vorjahren. Das Angebot könnte daher bis Ende Mai 2009 reichen.


Noch wird der hiesige Markt überwiegend durch Pfälzer Bio-Knollen versorgt. Doch auch im übrigen Deutschland hat die Ernte ausreichend schalenfester Partien inzwischen begonnen, der Rodebeginn größerer und für die Abpackung des Lebensmitteleinzelhandels geeigneter Partien steht unmittelbar bevor.

 

Das Angebot an Bio-Kartoffeln war bisher bedarfsgerecht trotz einer meist überraschend hohen Nachfrage während der Sommerferien. Die Preise blieben bis zum Ende der Bio-Frühkartoffelsaison fast stabil. Allerdings deutete sich Anfang August im preissensiblen Discountbereich eine leichte Abschwächung des Kaufinteresses an.

 

Auch für Frühkartoffeln aus konventioneller Erzeugung hielten sich die Preise bei knapp bedarfsgerechten Angebotsmengen auf erstaunlich hohem Niveau. Der Bio-Aufpreis hat sich zuletzt aber spürbar vergrößert. Die Preise wurden daher mit dem Übergang in die Speisekartoffelsaison Mitte August etwas zurückgenommen.

 

Im konventionellen Kartoffelanbau werden keine Supererträge erwartet, die Flächen sind zudem um etwa 5 % reduziert worden. Ein höheres Preisniveau für konventionell erzeugte Kartoffeln als im Vorjahr bei gleichzeitig besserer und vor allem längerer Verfügbarkeit von Bio-Kartoffeln sind gute Voraussetzungen für einen stabilen Herbstmarkt und eine wieder steigende Nachfrage.

 

Im ersten Halbjahr 2008 haben die Privathaushalte in Deutschland 11 % weniger Frühkartoffeln gekauft als im Vorjahreszeitraum. Dies ergibt die ZMP-Analyse auf Basis des Haushaltspanels des Marktforschungsinstituts GfK. Bei den Bio-Frühkartoffeln konnten die Discounter ihre führende Marktposition ausbauen. Ihr Anteil nähert sich immer mehr der 50 %-Marke. Die Vollsortimenter verkauften etwa ein Drittel der Bio-Frühkartoffeln. Direktvermarkter und Bio-Fachhandel waren für je 10 % des Bio-Kartoffelverkaufs verantwortlich.

 

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 18.08.2008

 

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