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Auf dem Weg zu Münchens erster "Bio-Hochschule"

von Redaktion (Kommentare: 0)


Studentische Initiative macht ökologisches Denken schmackhaft. Umweltethik steht seit vielen Jahren auf dem Lehrplan der Münchner Hochschule für Philosophie. Nun wollen die Studentinnen und Studenten, unterstützt von der Hochschulleitung, die Theorie in die Praxis umsetzen. Die Hochschule für Philosophie soll Münchens erste Bio-Hochschule werden: eine Initiative, das ökologisches Bewusstsein nicht nur bildet, sondern praktisch (vor-)lebt.
 
Den Anstoß gaben zwei studentische Initiativen, zum einen die Fair-Trade Gruppe der Hochschule, die mit regelmäßigen Veranstaltungen auf Umweltthemen hinweist, zum anderen die Alumni-Initiative, eine Gruppe Studierender, die den Austausch zwischen der Hochschule und ihren Absolventinnen und Absolventen fördert. In angelsächsischen Ländern längst Praxis, entwickeln sich inzwischen auch hierzulande immer mehr akademische Netzwerke. Die Ehemaligen fördern die Studierenden beim Einstieg ins Berufsleben und unterstützen ihre Hochschule; nicht selten ergeben sich durch die Verbindung zu einstigen Studienkollegen auch für die "Ehemaligen" interessante Perspektiven.
 
Neben dem Ziel, die Kontakte zu den Absolventen zu vertiefen, entwickelte die rege Alumni-Initiative zusammen mit der Fair-Trade Gruppe ein weiteres Projekt: Die philosophische Reflexion über Themen wie Umweltethik, Klimawandel, Armut und Gerechtigkeit soll an der Hochschule praktisch ins Leben umgesetzt werden. Der erste Schritt: In Zusammenarbeit mit der Vereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) gewannen die Studenten renommierte Bio-Unternehmen als Partner: die Hofpfisterei, die Basic AG (Bild), den Grünen Markt und die Hermannsdorfer Landwerkstätten. Wenn sich am 5. Mai rund 400 Gäste zum jährlichen Alumni-Treffen in der Hochschule versammeln, erwartet sie neben einem hochkarätigen Vortrag von Prof. Dr. Friedo Ricken sowie Informationen über das Projekt "Bio-Hochschule" auch ein Bio-Buffet: ein äußerst schmackhafter Aspekt der Umweltethik, der potenziellen Förderern die Ziele der Initiative kulinarisch nahe bringt.
 
Der Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Michael Bordt SJ: "Wir Professoren und Dozenten sind stolz auf das überwältigende Engagement unserer Studierenden. Ich unterstütze das Ziel, unsere Hochschule zu einer ökologisch handelnden Institution zu machen. Wir sind dankbar, dass uns führende Bio-Unternehmen tatkräftig unterstützen und hoffen auf eine langfristige, fruchtbare Zusammenarbeit. Bedanken möchten wir uns auch bei dem Kloster Andechs, das uns das Bier für die Feier zur Verfügung stellt".
 
Weitere Ziele der regen Studenten-Initiativen: die Organisation von Ausstellungen, der Austausch mit Fachleuten aus der ökologischen Praxis - und die Analyse, in welchen Bereichen die Hochschule für Philosophie ökologisches Denken in praktisches Handeln umsetzen kann.
 
Partner der Hochschule: www.lvoe.de, www.hofpfisterei.de, www.basicbio.de, www.herrmannsdorfer.de, www.gruener-markt.de, www.andechs.de/brauerei, www.party-verleih.de

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