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Aoel fordert Ende der „Ampeldebatte“

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Unternehmen der AoeL begrüßen es, dass Ernährungsministerin Aigner sich skeptisch zur Nährwert-Ampel geäußert hat. Nun muss Frau Aigner Position gegen die Ampel beziehen und dadurch die langwierige Diskussion zu Ende bringen. Nach dem Selbstverständnis der AoeL-Mitglieder wird die Qualität von Lebensmitteln durch viele Faktoren bestimmt wird und muss ganzheitlich betrachtet werden. Deshalb betont die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AoeL) immer wieder, dass der mündige Bürger seine Entscheidungen über ausgewogene Ernährung mit einem umfassendes Informationssystem selber trifft.

Die stark vereinfachten Botschaften der Nährstoff-Ampel können zu völlig unsinnigen Verzehrsempfehlungen führen. So kann ein ökologischer vitaminreicher Fruchtsaft deutliche Süße enthalten und damit ein Rot erhalten, während bei einer Cola light jedoch, zuckerfrei, frei von Vitaminen und angereichert mit künstlichen Zusatzstoffen die Ampel grün zeigen würde. Das widerspricht völlig dem Qualitätsanspruch der ökologischen Lebensmittelbranche. Eine sinnvolle Aufklärung über den Wert eines Lebensmittels erhält der Verbraucher nicht. „Die Ampel ist kein Informationssystem, sondern spricht Empfehlungen aus. Auch der Verzehr von ausschließlich grün geampelten Lebensmitteln kann zur Fehlernährung führen,“ erklärt Dr. Alexander Beck, Vorstand der AoeL.

Defizite im Ernährungsbewusstsein auf Lebensmittelverpackungen zu delegieren ist keine Lösung. Die Auseinandersetzung des Einzelnen mit dem Thema Ernährung und der Lebensmittelqualität ist Garant dafür, dass Menschen sich „richtig“ ernähren und eine bewusste Auswahl der Speisen treffen können. Dabei darf und kann es aber keinesfalls nur um wenige Hauptnährstoffe gehen. Informative Angaben, wie diese z.B durch die Nährwertkennzeichnungsverordnung schon heute etabliert sind, geben sinnvolle Entscheidungshilfen.

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