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Alnatura Milchpreis-Aktion in der Kritik

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der BNN Einzelhandel hat in seiner aktuellen Mitgliederinfo die Milchpreis-Aktion von Alnatura kritisiert. Bei der Preiserhöhung von 10 Cent, von denen 5 Cent direkt an die Milcherzeuger der Upländer Bauernmolkerei fließen, sei Alnatura der eigentlich Gewinner, beanstandet Vorstandsmitglied Gaby Oberem. Sie macht eine Rechnung auf und kommt zu dem Ergebnis, dass es sich bei der von Alnatura und Upländer öffentlichkeitswirksam eingeläuteten Aktion um einen PR-Gag handelt.

 

Alnatura rechtfertigt die Seriosität und Wirksamkeit der Fairmilch-Initiative. Sprecherin Stefanie Neumann nimmt zu den Angriffen des BNN Einzelhandels Stellung:
„Erstes Ziel unserer Fair-Milch-Initiative ist es vor allem, die Verbraucher für die Problematik der zu niedrigen Milchauszahlungspreise zu sensibilisieren. Wir wollen deutlich machen, dass Bio-Milch ein im Wortsinne wertvolles Lebensmittel ist und bei den derzeitigen niedrigen Preisen weder Erzeuger, Verarbeiter noch Handel kostendeckend und nachhaltig produzieren können. Um zu verhindern, dass zunehmend Bio-Milch aus dem Ausland bezogen wird, starten wir diese Aktion zugunsten der heimischen Landwirtschaft und hoffen auch, damit für weitere Bauern einen Anreiz zur Umstellung auf Bio-Landwirtschaft zu bieten.


Alnatura hat den Ladenverkaufspreis für die frische Bio-Vollmilch von 89 Cent auf 99 Cent erhöht. Hiervon gehen 40 Cent direkt an die Erzeuger. Das bedeutet eine Erhöhung des Milchauszahlungspreises für die Bauern der Upländer Bauernmolkerei von zuvor 35 Cent um 15 %. Nach Angaben von Josef Jacobi (Milchbauer und Vorstandmitglied Upländer) verarbeitet die Upländer Molkerei 30 %, nicht 10 % der Milch zu Frischmilch.“ Es sei richtig, dass die Preiserhöhung um 10 Cent zur einen Hälfte direkt an die Erzeuger gehe, zur anderen Hälfte an Alnatura und seine Vertriebspartner Budni und Tegut. Das hänge damit zusammen, dass auch für den Handel eine annähernde Kostendeckung (Frischelogistik, Steuer, Mitarbeiterkosten, Miete, Kühlkosten etc., siehe Chart) erzielt werden müsse.


 

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