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Alnatura-Kunden finanzieren gentechnikfreie Bio-Saatzucht

von Redaktion (Kommentare: 0)


Mit einer ungewöhnlichen Initiative beteiligt das Naturkostunternehmen Alnatura seine Kunden an der Sicherung einer gentechnikfreien und biologischen Zukunft der Landwirtschaft. In seinen eigenen Märkten sowie bei seinen Handelspartnern dm-drogerie markt, Budnikowsky (Hamburg) und Dohle verkaufte das Unternehmen 90.000 Saatgut-Tütchen mit biologisch-dynamischen Basilikum, Dill, Kresse und Radieschen. Der Erlös geht an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, aus dem die Arbeit von Bio-Pflanzenzüchtern finanziert wird.

Am 17. Juni übergab Dr. Götz Rehn von Alnatura der Geschäftsführerin der Stiftung, Cornelia Roeckl, den Reinerlös der Aktion: einen Scheck über 30.000 Euro. "Die biologische Saatgutarbeit liegt uns sehr am Herzen", sagte der Gründer und Geschäftsführer der Alnatura GmbH. "Hier werden die Grundlagen für die Landwirtschaft der Zukunft gelegt: Wir arbeiten daran, dass auch unsere Kinder und Enkel sich ohne Agrarchemie und Gentechnik ernähren können. Umso mehr zählen Geschmack und Vielfalt." Es ist dem Unternehmen wichtig, die Kunden in die Aktion einzubeziehen. "Jedes unse-rer Samen-Tütchen ist auch ein Denkanstoss. Der große Erfolg der Aktion hat uns sehr ermutigt."

Cornelia Roeckl dankte dem Unternehmen und seinen Kunden im Namen aller Züchter, deren Pio-nierarbeit von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft finanziert wird. "Die biologische Saatgutzüchtung braucht vorausschauende Unternehmen und Privatpersonen, die heute in diese Zukunftstechnologie investieren", erklärte sie. Bis sich diese Forschung und Entwicklung aus Lizenzgebühren auf dem Markt finanzieren kann, werde noch einige Zeit vergehen. "Aber nur wenn heute die Saat gelegt wird, können wir morgen deren Früchte ernten."

Die zunehmende Konzentration der Saatgut-Entwicklung bei wenigen Unternehmen beobachtet die Zukunftsstiftung Landwirtschaft mit Sorge. "Wir glauben nicht, dass wir den internationalen Agrarunternehmen dieses Erbe der Menschheit allein anvertrauen sollten. Das zeigt die aktuelle Auseinan-dersetzung um die Agro-Gentechnik", warnte Roeckl. "Auch die Tendenz, Saatgut durch Patente dem freien Zugang der Allgemeinheit zu entziehen, ist bedrohlich. Deshalb sind wir Alnatura für sein langjähriges Engagement für die Bio-Saatzucht besonders dankbar und freuen uns, dass dies auch bei seinen Handelspartnern Schule macht."

Alnatura, dm-drogerie markt und Budnikowsky wollen die Aktion im Frühjahr 2005 fortsetzen. "Wir werden die Palette der angebotenen Sorten ausweiten" versprach Dr. Rehn. (30.06.04)

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