Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Aktionsbündnis "Freiheit für Geflügel" gegründet

von Redaktion (Kommentare: 0)


Eine breite Front macht gegen die geplante Wiedereinführung der Käfighaltung für Legehennen und nicht artgemäße Haltung von Schlachtgeflügel mobil: Bauern, Verbraucher, Bioverbände, Natur- und Tierschützer haben dazu das Aktions­bündnis "Freiheit für Geflügel" gegründet. Walter Höhne, Initiator des Aktionsbündnisses und Geschäftsführer einer bäuerlichen Bioeier-Erzeugergemeinschaft, befürchtet wie seine Mitstreiter, dass Bundesminister Horst Seehofer durch die aktuelle Vogelgrippe-Hysterie dem Druck der Wirtschaft nicht standhält und die als "Kleingruppenhaltung" deklarierte neue Käfighaltung zulässt. Die Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen möchten das Käfigverbot kippen, und Minister Horst Seehofer hat signalisiert, dass er die geplanten Käfige mit so genannter Kleingruppenhaltung befürwortet. Die sog. "Kleingruppenhaltung" entspricht nachweislich nicht den Anforderungen der Tiere.

 

(BUND: Studie zur Tiergerechtheit von Haltungssystemen für Legehennen http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/tiergerechtheit.pdf

und Studie zur Tiergerechtheit der so genannten ,Kleinvolieren' unter

http://www.vier-pfoten.de/kampagne/download/kleinvoliere.pdf )

 

Das Bündnis warnt eindringlich davor, die Vogelgrippe als Argument für die Käfighaltung zu missbrauchen und fordert:

 

- Beibehaltung des Verbots der Käfighaltung von Geflügel
- Abschaffung der Massentierhaltung zugunsten kleiner Herden mit natürlichem Sozialgefüge.
- Tierhaltung zurück in bäuerliche Hand.
- Tageslichtställe und Wintergärten für tiergerechte Haltung.

 

Am 7. April 2006 wird im Bundesrat über eine Änderung des Käfigverbots diskutiert. Dabei spielt die aktuelle Vogelgrippe-Hysterie den Käfig-Befürwortern in die Hände, denn sie bemänteln ihre massiven wirtschaftlichen Interessen mit Schlagworten wie "Sicherheit in geschlossenen Systemen". Dabei bleibt unerwähnt, dass der Mensch, der in Legebatterien arbeitet, ein weit größeres Risiko darstellt als ein Zugvogel für die Auslaufhaltung. So fanden die aktuellen Ausbrüche (Israel) der Vogelgrippe in Großbetrieben statt. Die geschlossenen Systeme sind also bei weitem nicht so geschlossen, wie gerne dargestellt wird. Des weiteren setzen sich die Befürworter der Käfighaltung über den Spruch des Bundesverfassungsgerichtes von 1999 hinweg, das eindeutig feststellte, dass Tieren in Käfigen  ein unzumutbares Leid zugefügt wird.

 

Aus diesem Grund werden Mitglieder das Aktionsbündnisses am 7. April 2006 ab 8.00 Uhr vor dem Bundestag protestieren und Bundesminister Seehofer zeigen, dass sie auf das Grundrecht der Tiere auf artgerechte Haltung mit Auslauf bestehen und gegen eine Fortführung der Käfighaltung mit allen Mitteln protestieren.

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige