Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Agrogentechnik: Die Mär von den Arbeitsplätzen! Die Chancen liegen in der Weißen Biotechnologie

von Redaktion (Kommentare: 0)


Anlässlich der aktuellen Debatte um die Gentechnikgesetzgebung der rotgrünen Bundesregierung und der Bekanntgabe des Scheiterns des Gentechnikgesetzes im Vermittlungsausschuss erklärt die verbraucher- und agrarpolitische Sprecherin der Grünen Ulrike Höfken (Bild):

Für den Fall eines Wahlsieges haben Union und FDP bereits angekündigt, der Agrogentechnik gegen den Willen der Mehrheit der Verbraucher Tür und Tor zu öffnen und die gentechnikfreie Produktion quasi zu zerstören - angeblich zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Fakt ist jedoch: Trotz jahrelanger euphorischer Ankündigungen lassen sich Arbeitsplätze in der Agrogentechnik weltweit nur mit der Lupe finden. Konkrete Angaben gibt es erst gar nicht. Maximal rund 2.000 Arbeitsplätze in Deutschland lassen sich - selbst mit gutem Willen - aus Biotechnologie-Studien ableiten.

Tendenz sinkend: Auch die Finanzexperten der Deutschen Bank bezweifeln, dass die Agrogentechnik wegen ihrer Fokussierung auf wenige Großunternehmen als Jobmotor dienen kann. Im Gegenteil, es gingen sogar Arbeitsplätze verloren. So war zum Beispiel die Übernahme von Aventis Crop Science durch den Bayer-Konzern im Jahre 2001 mit dem Abbau von rund 4.000 Arbeitsplätzen verbunden.

Dagegen ist die ökologische Landwirtschaft ein boomender Wirtschaftssektor. Hier hat sich die Zahl der Beschäftigten in den letzten zehn Jahren auf 150.000 Personen verdoppelt. Auch die konventionelle Qualitätsproduktion entwickelt sich mit dem Kriterium "ohne Gentechnik" sehr gut.

Diese Arbeitsplätze gefährden CDU und FDP, wenn sie den Schutz der gentechnikfreien Produktion aus dem Gentechnik-Gesetz streichen, weil viele (Öko)Bauern dann nicht mehr gentechnikfrei produzieren und somit ihre Waren nicht absetzen können. Der deutsche Öko- und Qualitätsmarkt wird dann den Importen aus Österreich oder Ungarn überlassen, weil diese wirksame Gesetze zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft haben.

Union und FDP öffnen die Büchse der Pandora, wenn das Gentechnikgesetz nach ihren Vorstellungen verändert wird. Vorteile haben davon weder Verbraucher noch Umwelt noch der Standort Deutschland. Profitieren werden von den Lockerungen alleine die Bilanzen von Monsanto, Syngenta & Co.

Arbeitsplätze und nachhaltige Innovationen entstehen im Bereich der Weißen Biotechnologie. Durch das gerade von der Union und FDP abgelehnte Gentechnikgesetz II wollten wir der Branche verbesserte Rahmenbedingungen bieten. Dank der selbsternannten Innovationsritter Merkel und Westerwelle wird vorerst daraus nichts.
http://www.ulrike-hoefken.de (22.07.05)

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige