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Agro-Gentechnik gefährdet Arbeitsplätze

von Redaktion (Kommentare: 0)


"Wer mit dem Beschäftigungs-Argument ein schwaches Gentechnik-Gesetz erreichen will, führt eine Scheindebatte um Potemkinsche Arbeitsplätze" erklärte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

"Unsere Branche konnte 2004 ein Umsatzwachstum von 10 % auf 3,5 Mrd. Euro realisieren. Im vergangenen Jahrzehnt wurden 75.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dies muss man in Relation zur Agro-Gentechnik sehen. Nur wenige hundert Arbeitsplätze sind diesem Bereich der Biotechnologie zuzuordnen. Sie werden zu einem nicht unerheblichen Teil aus Steuergeldern bezahlt", so Löwenstein.

Bisher konnten die Befürworter der Agro-Gentechnik keine fundierten Zahlen für die immer wieder versprochenen Arbeitsplätze vorlegen. "Lobbygruppen und Saatgutindustrie führen hier eine Scheindebatte", so Löwenstein (Bild). "Wenn die Agro-Gentechnik Arbeitsplätze hervorbringt, dann in den Laboren in denen wir unsere Produkte auf Gentechnikfreiheit untersuchen lassen."

Bereits jetzt sind die Hersteller von gentechnikfreien Lebensmitteln mit erheblichen Mehrkosten für Analytik und Qualitätssicherung belastet, die durch die Gentechnik entstehen, aber nicht auf den Verursacher umgelegt werden können. "Es darf deshalb zu keinen weiteren Belastungen kommen, wie durch ein bürokratisches und aufwändig zu handhabendes Standortregister", erklärte Löwenstein im Hinblick auf die erklärten Absichten der Gentechnikbefürworter und die am Freitag angesetzte Bundestagsdebatte zum Gentechnikgesetz.

Im Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sind die Verbände von landwirtschaftlichen Erzeugern, Verarbeitern und Händlern ökologischer Lebensmittel zusammengeschlossen. (22.03.05)

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