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Schweiz: Verhandlungen zum Agrarfreihandel

von Redaktion (Kommentare: 0)


Anfang November 2008 beginnt der Schweizer Bundesrat seine Verhandlungen mit der EU für ein Agrarfreihandelsabkommen (FHAL). Bio Suisse fordert die Verknüpfung des Zollabbaus mit dem Ziel eines erfolgreichen Schweizerischen Lebensmittel- und Agrarsektors. Dazu seien eine politische Strategie und den Einbezug der ganzen Wertschöpfungskette nötig. Diese Qualitätsstrategie sollte oberstes Ziel sein.

Die Qualitätsstrategie setzt auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Prosperität. Sie steht im Gegensatz zu einer reinen Mengenstrategie, welche mit möglichst tiefen Preisen die Marktposition sichern will. Aus einem Freihandelsabkommen mit der EU sollen die Marktakteure auf allen Stufen wirtschaftliche Vorteile generieren. Bio Suisse fordert, dass Kompatibilität mit dem europäischen Umfeld erreicht wird, indem „Swiss made“ als Inbegriff für Qualität, Exklusivität, Sicherheit und Zuverlässigkeit auch für Schweizer Landwirtschaftsprodukte gilt. Die Schweizer Landwirtschaft solle dieses Ziel nicht auf Nischen beschränken, sondern einheitlich verfolgen. An Errungenschaften in Lebensmittelsicherheit, Deklaration, Umwelt- und Tierschutz, die für die gesamte Produktion gelten (Acquis Suisse), dürfe nicht gerüttelt werden, da sich das Konsumentenvertrauen darauf aufbaue.

Mit der Qualitätsstrategie können sich Schweizer Produkte für den Export klar positionieren. Doch noch wichtiger scheint Bio Suisse die Produktion von hochwertigen Schweizer Lebensmitteln für den Inlandmarkt. Ziel müsse es sein, den heutigen Inlandanteil an Lebensmitteln (ca. 60%) mindestens zu halten. Insbsondere die großen Lebensmittelketten seien aufgefordert, ein klares Bekenntnis zu Schweizer Produkten und einer einheimischen Lebensmittelwirtschaft abzulegen.

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