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Rosen als Entwicklungshilfe für Afghanistan

von Redaktion (Kommentare: 0)


Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin präsentierte sich erstmals Afghanistan mit einem Länderpavillon. Die Produkte verschiedener Entwicklungshilfeprojekte wurden präsentiert, mehrere davon in Bio-Qualität: Bio Rosenöl, Bio-Walnussprodukte und Bio-Safran.

Das Rosen-Projekt der Welthungerhilfe war eines der ersten Projekte und soll im Laufe des Jahres in afghanisches Eigentum übergeben werden. Mitarbeiter und Bauern aus dem Projekt haben 2009 die Firma RONA (Roses for Nangarhar) gegründet, die für die Sammlung und Verarbeitung der Rosen zu Rosenöl (Destillation) verantwortlich ist.


Vor zehn Jahren begann die Welthungerhilfe auf Initiative der Firma Wala/ Dr. Hauschka.mit den ersten Vorstudien zum Rosenanbau im ostafghanischen Nangarhar (wir berichteten). 2004 wurden die ersten Duftrosen (Damaszenerrosen) gepflanzt, seit 2006 begleitet die Zertifizierungsorganisation IMO das Projekt und konnte bislang 40 ha bio-zertifizieren, 40 ha sind in Umstellung.

Die Zahl der Kleinbauern, die sich am Rosenprojekt beteiligen stieg im vergangenen Jahr auf mehr als 720. Mittlerweile leben 4000 -5000 Familienmitglieder vom Rosenanbau und die Bauern haben eine lohnende Alternative zum Schlafmohnanbau gefunden. 2010 wurden 100 Tonnen Rosenblüten geerntet. Das entspricht etwa 30 kg Rosenöl, das Kilo erzielt auf internationalen Märkten zwischen 4000 und 5000 Euro / kg.

Peace Dividend Trust (PDT) ist eine gemeinnützige NGO-Organisation, die sich seit fünf Jahren dafür einsetzt, die Nachfrage mit den lokalen Produzenten zusammenzubringen. Ziel ist es, den privaten Sektor in Afghanistan zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen. Etwa 6000 afghanische Firmen sind bei PDT registriert, Informationen und einen Business Matchmaking Service bietet die Website an.

Träger und Unterstützer sind die afghanische Exportpromotionsagentur EPAA, das deutsche BMZ und die GTZ (GIZ).

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