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Bio-Eier nach dem Dioxinskandal

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nach dem Dioxinskandal im Frühjahr 2010 (wir berichteten) ist der Markt für Bioeier eingebrochen. Die Branche reagierte: Jetzt soll jede Futterlieferung von außerhalb der EU auf das Gift untersucht werden. Nun werden die meisten Ökoeier wohl sicherer - bei konventioneller Ware dagegen bleibt alles beim Alten.

"Ab 1. August müssen unsere Mischfuttermittel-Hersteller alle Rohstofflieferungen für Ökolegehennen-Futter von außerhalb der Europäischen Union auf Dioxin untersuchen", sagte der Geschäftsführer des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT), Caspar von der Crone, der taz. Zudem werde der Verein eine Datenbank errichten, mit der sich der Weg jeder Lieferung in Echtzeit zurückverfolgen lasse. So will KAT künftig verseuchtes Futter aus dem Verkehr ziehen können, bevor es in den Trögen der Tiere landet. Wer die Verträge nicht unterschreibe, erhalte künftig nicht mehr die für die Vermarktung wichtige KAT-Zertifizierung, sagte Crone. Konventionelle Futtermittelkomponenten dagegen würden auch künftig nur bei konkretem Verdacht getestet.

Der Skandal hatte für die Branche fatale Folgen. "Der ganze Ökoeiermarkt ist zusammengebrochen", sagt KAT-Chef Crone. Mehrere Supermarktketten nahmen die Eier von unter Verdacht geratenen Lieferanten aus den Regalen. Lidl, Deutschlands größter Discounter, schmiss sogar alle Bioeier aus dem Sortiment. Die Läden hätten im Mai mit Bioeiern 20 % weniger eingenommen als vor einem Jahr, sagt Helmut Hübsch vom Marktforschungsinstitut GfK. Bauern fürchteten sowohl um ihr Geschäft als auch ihren Ruf. 

Für Reformen des Kontrollsystems war die Misere nach dem Skandal jedoch eine Chance. "Jetzt können wir die neuen Proben und die Rückverfolgbarkeit durchkriegen", erzählt Crone. "Ab cirka Mitte August bieten wir wieder Bioeier an", kündigt Lidl-Sprecherin Simone Hartmann an. Im August soll das Kontrollregime des KAT zu wirken beginnen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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