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Verbände fordern Maßnahmenpaket für Milchbauern

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nicht nur die Milchpreisentwicklung fördert das Höfesterben, durch die momentanen Milchpreise kommen auch Landwirte in finanzielle Nöte, die zukunftsorientiert in neue Milchviehställe investiert haben. Ein Problem, das laut Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer des ökologischen Anbauverbandes Biokreis, vorhersehbar war: „Die Entscheidung der EU-Politiker über die Ausweitung der Liefermenge sowie der Abschaffung der Quote wurde getroffen, ohne die Auswirkungen zu bedenken.“ Die Politik wollte, dass Milch billiger wird - nun ist sie aber so billig – dass kein Landwirt in der Lage ist dafür Milch zu produzieren. Die Bundesregierung ist gefordert, hier schnelle Entscheidungen zu treffen. Brunnbauer: „Milchbauern brauchen keine Almosen, sondern handfeste Konzepte.“ Die könnte seiner Meinung nach zum einen in einer Regionalisierung der Märkte liegen. Der Film zur Biokreis-Initiative "regional & fair" ist nun auch auf youtube zu sehen.

„PR-Termine und die Beschlüsse zur Agrardieselbesteuerung helfen Milchbauern nicht weiter. Auf dem Opfertisch der Politik liegt weiterhin das Modell einer multifunktionalen, bäuerlichen Landwirtschaft. Das Sterben der Milchviehbetriebe geht weiter. Politisches Verantwortungsbewusstsein und stimmige Politikkonzepte von Bund und Ländern sind nicht erkennbar“, konstatiert Thomas Dosch, Präsident von Bioland, vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Milchbäuerinnen. Ein reduzierter Steuersatz für Agrardiesel führt für die große Mehrheit der Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland zu einer Entlastung von lediglich 350 Euro/Jahr. Alleine der Agrardieselverbrauch von mehr als 10.000 Liter pro Betrieb und Jahr bringt zusätzliche Entlastungen. Insbesondere für flächenschwache Milchviehbetriebe stellt diese Maßnahme keine wirksame Hilfe dar. „Unsere Milchbauern benötigen keine allgemeinen und für den Steuerzahler teuren Beruhigungspillen von Kanzlerin Merkel, sondern eine andere Milchpolitik, die über eine flexiblere Mengensteuerung zu kostendeckenden Milchpreisen für die Bauern führt“, so Dosch.

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