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Damit Bio eine Zukunft hat: Genfrei Gehen von Berlin nach Brüssel

von Redaktion (Kommentare: 0)


Agro-Gentechnik stellt eine massive Bedrohung des Biolandbaus und der biologischen Lebensmittelwirtschaft dar - darüber sind sich wohl alle Betroffenen einig. Auch eine überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung - nämlich ca. 75 % - lehnt Gentechnik im Essen ab. Trotzdem ignoriert die (Regierungs)-Politik diese Tatsache und reagiert mit Untätigkeit und Unentschlossenheit. Noch ist es nicht zu spät, Gentechnik in Europa zu verhindern. Eine große Vielfalt an Aktivitäten kann unsere Politiker zum Um-Denken und entsprechendem Handeln veranlassen.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2007 die Initiative „Genfrei Gehen“ und der erste Marsch für eine gentechnikfreie Zukunft von Lübeck an der Ostsee nach Lindau am Bodensee gestartet. Die vielen Rückmeldungen haben die Veranstalter ermutigt, einen zweiten Marsch von Berlin nach Brüssel zu planen. Die erste Aktion wurde kurzfristig in Eigenverantwortung und auf eigene Kosten durchgeführt, wenngleich es bereits einige wichtige Unterstützer und Sponsoren gab.

Nach Bekanntgabe der Eckdaten des zweiten Marsches von Berlin nach Brüssel fragten verschiedene Seiten eine Beteiligung in unterschiedlichster Form für Firmen aus der Branche an. Dies war von Rapunzel und Joseph Wilhelm immer so gemeint und willkommen. Ein wichtiges Gespräch fand mit Susanne Schöning von Zwergenwiese auf der BioFach 2009 statt. Sie hatte die Idee, mit ihrer kompletten Belegschaft im Firmen-Outfit zum Start nach Berlin zu kommen. 

Bei einem Brainstorming auf der BioFach reifte dann der Gedanke, ein massives Zeichen für die Politik durch eine möglichst breite Teilnahme der Biobranche zu setzen. Die Teilnahme möglichst vieler Hersteller und Händler ist eine sinnvolle Aktion. Sollten viele Bio-Betriebe für einen Tag schließen, wird das sicherlich nicht nur in der regionalen Presse Aufmerksamkeit finden. Sollte aber an einem Aktionstag bundesweit der Einzelhandel teilnehmen und dafür seine Ladentüre schließen, wäre das ein unübersehbares Zeichen. Nach ausreichender Vorankündigungszeit (zur Vermeidung von Umsatzverlusten) würden die Kunden einen halben oder (besser noch) einen ganzen Tag vor geschlossener Ladentüre stehen. Diese Schließung weist symbolhaft auf die massive Gefahr von Gentechnik hin und zeigt wirkungsvoll auf, was in naher Zukunft Realität werden könnte: Gentechnisch verunreinigte Biolebensmittel bewirken, dass die Kunden dem Biofachhandel massiv fernbleiben und die Ladentüre über kurz oder lang für immer geschlossen bleibt.

Dies würde bedeuten, dass nicht nur eine vielbesuchte Auftaktveranstaltung zu Genfrei Gehen in Berlin, sondern bundesweit geschlossene Ladentüren von Bioläden und Biomärkten massive Aufmerksamkeit erzeugen und ein unüberhörbares Signal dafür wären dass es der Biobranche nicht nur um das Geschäft, sondern durchaus um Inhalte geht. Für den gesamten Fachhandel stellt diese großangelegte Aktion eine hervorragende Möglichkeit zur Profilierung dar.

Bei Gesprächen mit unterschiedlichen Branchenbeteiligten waren sich die Teilnehmer einig, dass eine solch konzertierte Aktion allen guttun würde, um als Branche wieder verstärkt wahrgenommen zu werden. Alle Bio-Hersteller und Großhandelsfirmen können in ihrem Outfit und unter ihrem Logo in Berlin teilnehmen, um genau damit die „Arten-Vielfalt“ der Branche zu demonstrieren. Dies ist ein Aufruf an die Branche, in „freier Vereinbarung“ Flagge zu zeigen, die in der heißen Wahlkampfphase von der Politik auch ernster wahrgenommen werden wird als sonst.

Bleibt die Angst und Gefahr vor Umsatzausfällen: Diese ist berechtigt, aber nicht bedrohlich, wenn die Aktivitäten im Einzelhandel rechtzeitig kommuniziert werden. Der größte Teil der verlorenen Umsätze dürften sich auf den Tag davor oder danach verlagern. Der verbleibende Umsatzausfall ist allemal eine gute Investition in die eigene (Firmen-) Zukunft.

Alle Informationen auf der Website www.genfrei-gehen.de

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