Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

BÖLW zur "ohne Gentechnik"-Kennzeichung

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die hessische Marketinggesellschaft „Gutes aus Hessen“ hat eine Studie zu den Erwartungen von Verbrauchern an die Lebensmittelkennzeichnung „Ohne Gentechnik“ vorgestellt. Damit soll die seit August 2008 gültige Kennzeichnungsregelung in Frage gestellt werden. Der BÖLW hält eine solche Schlussfolgerung für falsch und sieht in der Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung die dringend erforderliche Schließung einer Lücke im EU-Recht.

Nach der VO 1829/2003 EG müssen Lebens- und Futtermittel gekennzeichnet werden, wenn sie aus Gentechnisch Veränderten Organismen (GVO) hergestellt sind und wenn zufällige und unvermeidbare Verunreinigungen mit GVO einen Wert von 0,9 % überschreiten. Durch diese „Positiv-Kennzeichnung“ kann dem Verbraucher mitgeteilt werden, wenn GVO verwandt wurden. Sie greift jedoch nicht für tierische Produkte (Fleisch, Eier und Milch), wenn bei der Fütterung GVO eingesetzt wurden.

Bislang war es den Landwirten und den Verarbeitern ihrer Produkte faktisch unmöglich, die Kunden darauf hinzuweisen, wenn sie bei der Fütterung keine GVO eingesetzt hatten. Erst die neue, den praktischen Anforderungen landwirtschaftlicher Produktion angepasste Verordnung ermöglicht dies – sozusagen als „Negativ-Kennzeichnung“.

Der BÖLW erteilt dem Versuch, die Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung zu diskreditieren, eine klare Absage, hält es aber für erforderlich, klar und transparent zu kommunizieren, welches die Regeln für ihre Anwendung sind. Der verband fordert Bundesministerin Aigner auf, die für die Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung geplante Informationskampagne zügig auf dem Weg zu bringen.

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige