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Bionade in Bedrängnis?

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Bionade GmbH wird im Geschäftsjahr 2008 ihr Ziel, den Absatz auf 250 Millionen Flaschen zu steigern, nicht erreichen, das Vorjahresergebnis von 200 Mio. Flaschen jedoch halten, berichtet Bio-Handel.

Böse Folgen hat dies für die Brauerei "Bärenbräu" aus Herborn. Der kleine Betrieb musste Ende Oktober 2008 seinen Betrieb einstellen und alle zwölf Mitarbeiter entlassen. Bereits vor sechs Jahren war die Brauerei von der Rhönsprudel-Gruppe, der auch 51 % der Bionade GmbH gehören, übernommen worden und hatte Anfang 2008 ganz auf Bionade-Abfüllung umgestellt.

Im Naturkostfachhandel gingen nach Angeben des Handelspanels BioVista Marktanteil und Umsatz der Bio-Limonade um 39 % zurück. Gründe dafür könnten u.a. die 33-prozentige Preiserhöhung im Sommer 2008 (wir berichteten) sowie der Imageschaden durch zahlreiche Prozesse gegen Mitbewerber sein.

Zudem scheint es derzeit auch Probleme bei der Rohstoff-Beschaffung zu geben, berichtet der Spiegel. Recherchen der Verbraucherorganisation Foodwatch haben ergeben, dass Bionade trotz seines Bio-Siegels nicht 100 % biologisch sei. "Ausgerechnet das, was den Geschmack gibt, die Litschis oder Orangen, wird nicht als Rohstoff aus kontrolliert biologischem Anbau gekennzeichnet", sagte Anne Markwardt von Foodwatch. Möglich ist das, weil Produzenten, die das Biosiegel auf ihre Produkte drucken, nur bei 95 % der Zutaten die biologische Erzeugung nachweisen müssen. Nach Foodwatch-Recherchen verarbeitet das Unternehmen pro Jahr 200 bis 300 Tonnen Litschi-Früchte - kann deren biologischen Anbau allerdings nicht belegen.

Bei Bionade habe man rechtzeitig reagiert und eigene Biolandbau-Projekte initiiert, sagte Firmenchef Peter Kowalsky in der SZ. Kowalsky weiter: "Wir arbeiten gerade an einer Plantage in Südafrika, die im nächsten Jahr in Betrieb gehen soll. Leider dauert es drei Jahre, bis der Boden den Öko-Kriterien entspricht."

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