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Bio-Standards aufrechterhalten, nachhaltige Landwirtschaft international fördern

von Redaktion (Kommentare: 0)


"Wo Bio draufsteht, muss auch garantiert Bio drin sein. Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen darauf vertrauen können. Und letztlich steht und fällt damit  auch der Biolandbau und die positiven Impulse, die er für die ländliche Wirtschaft und die Umwelt setzt", erklärt Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Berichterstatter des EU Parlaments zu den Importen von Bio-Produkten. "Damit auch bei Einfuhren von Bio-Lebensmitteln aus Drittländern die EU-Standards nicht unterlaufen werden können, hat sich das Europäische Parlament heute dafür ausgesprochen, dass die Einfuhrkontrollen zwischen den Mitgliedstaaten harmonisiert, alle Einfuhren in einer transparenten Datenbank gespeichert und an Risikopunkten verstärkt kontrolliert wird."

 

"Der Biolandbau als Modell für eine nachhaltige Landwirtschaft muss auch außerhalb der EU wachsen. Deshalb verlangen wir, dass die Ausbildung von ortsansässigen Zertifizierern in Entwicklungsländern von der EU gefördert wird. Exporte von hochwertigen Bioprodukten können für diese Länder zudem eine wichtige Einkommensquelle sein und die ländliche Entwicklung fördern", betont Graefe zu Baringdorf. "Es muss aber sicher gestellt sein, dass überall gleichwertige Standards eingehalten werden, um einen fairen Wettbewerb zu garantieren und um die positiven Auswirkungen des Biolandbaus zu sichern. Womöglich bestehen von mancher Seite Begehrlichkeiten, für die anonymen Bio-Produktlinien der Supermarktketten und Discounter noch billiger einzukaufen. Bei Rohstoffeinfuhren aus Drittländern die Kontrollen schleifen zu lassen und es mit den Standards nicht so genau zu nehmen, ist da sehr verlockend. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden. Der Bio-Standard gilt für alle Bio-Produkte auf den Märkten der EU, ganz gleich ob sie von innerhalb oder außerhalb der EU kommen."

 

"Die Stellungnahme zur Revision der gesamten Bio-Verordnung hat das Parlament verschoben, denn  im Gegensatz zu den Einfuhren, für die die Übergangsregelung dieses Jahr ausläuft, können wir bei den allgemeinen Regeln zur Bio-Produktion noch sehr gut mit der alten und bewährten Verordnung 2092/91 leben", so Graefe zu Baringdorf. "Der neue Verordnungsvorschlag der Kommission hat zwar eine klarere Struktur, aber noch viele Mängel im Detail. Wichtige Einzelheiten erst im Nachhinein in Verwaltungsverfahren festzulegen entspräche nicht unserem Verständnis von Demokratie. Deshalb fordern wir den Rat und die Kommission auf, den Vorschlag noch einmal gründlich zu überarbeiten und dabei  verstärkt die Verbände des Biolandbaus und Verbraucherschutzes einzubeziehen. Dann wird das Parlament seine Stellungnahme abgeben."

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