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20 Jahre Lavera-Naturkosmetik - Unternehmensweg

von Redaktion (Kommentare: 0)


Interview mit Thomas Haase (Bild), Gründer und Inhaber der Laverana GmbH

 

Herr Haase, Sie sind im Sommer zum Unternehmer des Jahres 2006 der Region Hannover gewählt worden, am 23.11. wurde Ihr Unternehmen 20 Jahre - was bedeutet das für Sie?

 

Ich freue mich sehr über den 20 järhrigen Firmengeburtstag und die Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“, gebe diese aber sofort weiter. Ohne das Engagement meiner Geschäftsführung Klara Ahlers und unserer 242 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären wir niemals so erfolgreich. Aber besonders erfreulich ist schon, dass durch diese Auszeichnung Naturkosmetik und deren Welt noch mehr in den Focus der Öffentlichkeit rückt.

 

Einige Worte zu den Stationen Ihrer Ausbildung und Ihres Lebenswegs?

 

Ich bin wie viele in der Naturkosmetik eher ein Quereinsteiger. Ich selbst leide ja an Neurodermitis und habe schon früh nach geeigneter Pflege für mich gesucht. Nach einigen Jahren in der Entwicklung in einem anderen Unternehmen habe ich 1987 Lavera Naturkosmetik gegründet, damals noch in Rethen auf einem alten Gutshof ansässig. Das Unternehmen wurde von mir sehr bald umbenannt in Laverana, also Lavera „die Wahre“ und ein bisschen versteckt in dem „na“ Naturkosmetik….also die wahre Naturkosmetik. Unter der Marke „Lavera“ bieten wir mehr als 300 Produkte für die unterschiedlichen Hautbedürfnisse. Die laverana führt seit 2001 die zweite Anti-Aging Marke „Laveré“ – das goldene Wahre und bietet 31 Naturkosmetikprodukte mit Anti-Aging Wirkeffekten.

1992 musste ich einen Rückschlag hinnehmen, mein Unternehmen brannte völlig aus. Darauf habe ich nach einem Wiederaufbau in Rethen im Jahre 1996 die Räumlichkeiten in Wennigsen erworben. Die ehemalige Müslifabrik wurde von mir umgestaltet. Damals noch viel zu groß sind die Räumlichkeiten heute nicht mehr ausreichend. Daher mussten wir erst den Versand und dann den Vertrieb auslagern nach Empelde. Wir exportieren heute in 27 Länder weltweit und haben 232 Mitarbeiter.

 

Wie sieht ein „normaler“ Arbeitstag bei Ihnen aus?

 

Ich bin jeden Tag so zwischen 8.00 und 9.00 h in der Firma, habe meine Aufgaben in den unterschiedlichsten Bereichen, die ich als Geschäftsführer leite, also der Entwicklungsabteilung, der Produktion und Abfüllung sowie Finanzen. Daneben sind viele Besprechungen in Teamleiter-Meetings zu absolvieren. Die Firma braucht Entscheidungen und kreativen Input, den ich zusammen mit der zweiten Geschäftsleitung im Unternehmen, Frau Ahlers, in die Abteilungen einbringe. Frau Ahlers ist übrigens zuständig für den Vertrieb, also für das Marketing und den Verkauf. Wir zusammen bilden ein Geschäftsführerduo, das eigenständig für seine Bereiche verantwortlich ist.

 

Warum haben Sie sich entschlossen, Naturkosmetik herzustellen?

 

Wie ich oben erwähnte, leide ich an Neurodermitis, einer in meiner Jugend eher weniger erforschten Krankheit. Ich habe aus eigener Erfahrung heraus bemerkt, dass Cremes nur mit natürlichen Inhaltsstoffen meiner Haut sehr gut getan haben und den Zustand sogar verbesserten. Daher hatte ich die Idee, diese Erfahrungen umzusetzen und auch anderen näher zu bringen. Wichtig war und ist mir, dass sich jeder in seiner Haut wohl fühlen soll. Ich biete dem Verbraucher für die unterschiedlichsten Hautbedürfnisse Produkte und er kann sich aus der Vielfalt seine individuelle Pflege auswählen. Meine Tätigkeit ermöglicht es mir, durch die Wahl der Produkte und deren Gestaltung den Markt der Naturkosmetik kreativ zu gestalten, Maschinen speziell für die Herstellung von Naturkosmetik mit zu entwickeln, neue Rezepturen kreieren. Das macht Spaß und ist ein wichtiger Teil meines Lebens, daher mache ich nur wenig Urlaub. Mir würde einfach etwas fehlen. Die Arbeit in dem humanen Bereich der Naturkosmetik ist sehr erfüllend.

 

Lavera Naturkosmetik gibt es jetzt seit 20 Jahren - erzählen Sie doch mal von den Anfängen.

 

Meine Lippen sind immer wieder, gerade im Sommer verbrannt, als Jugendlicher eine eher weniger schöne Erfahrung. Daher habe ich schon früh nach alternativer Pflege gesucht und meinen ersten Lippenbalsampflegestift im Jahre 1975 entwickelt.
Ich habe mich 1987 selbstständig gemacht, um meine Ideen und Vorstellungen 100%ig umsetzen zu können. Die ersten Systeme waren das Familiensystem basis und natürlich die Neutral-Serie. Meine drei Söhne haben ebenfalls Hautprobleme – so dass ich die Neutral Rezepturen sehr schnell weiter entwickelt habe und auch für Babies und Kleinkinder mit Lavera Baby & Kinder Neutral die entsprechenden Produkte anbieten konnte. Sogar im Sonnenschutzbereich gibt es bei uns Neutral Produkte, also Produkte für die besonders empfindliche Haut ohne ätherische Öle, Kräuteressenzen oder gar synthetischen Konservierungsstoffe. Besonders stolz bin ich auf unsere Innovationskraft bei der Sonnenpflege Sun sensitiv. Als erstes Unternehmen überhaupt haben wir 100%igen mineralischen Lichtschutz eingeführt. Sun sensitiv ist mehrfach prämiert worden, weil unser Unternehmer als erstes überhaupt in der Lage war, 100% mineralischen Lichtschutz als Spray anzubieten. Wir sind bisher die einzige Firma mit einer Sonnencreme und dem 100% mineralischen und natürlichen Lichtschutzfaktor 40, wir haben ein farbiges Sonnenspray, einen Selbstbräuner, After Sun Pflege mit Schimmerpartikeln.
Innovationen sind mir sehr wichtig. Mit meiner Naturkosmetik soll sich der Verbraucher in seiner Haut wohl fühlen und bei seinem gewohnten Anwenderverhalten abgeholt werden. Ich möchte in Naturkosmetik alles anbieten, was der Verbraucher von Kosmetik erwartet.

 

Lavera bedeutet „die Wahre“ - warum dieser Name?

 

Weil ich zertifizierte, echte Naturkosmetik herstelle. Kosmetik aus dem Hause Laverana ist frei von synthetischen Konservierungsstoffen, Emulgatoren, Duftstoffen…wir arbeiten nur mit dem, was die Natur uns bietet und setzen die Möglichkeiten in wirksame, hautverträgliche, moderne Naturkosmetik um – was für mich wahre Naturkosmetik ist.

 

Stichwort: Tierversuche.

 

Tierversuche sind bei uns durch die Arbeitsgruppe für zertifizierte, kontrollierte Naturkosmetik des BDIH (Bundesverband deutscher Industrie – und Handelsunternehmen) geregelt. Unsere Produkte werden ausschließlich an externen und internen Probanden getestet. Tierversuche sind für uns absolut tabu. Naturkosmetik steht für Schonung und Respekt vor Umwelt, natürlichen Ressourcen und vor allem vor den Lebewesen, sowohl Mensch, als auch Tier. All das ist in den Richtlinien des BDIH geregelt, sogar der Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern muss fair sein.

 

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

 

Mein Lebensmotto – sagen wir es mal so: Ich bin glücklich, wenn ich das, was ich nach innen lebe, nach außen projektieren kann. Ich bin glücklich, wenn unsere Produkte die Laverana Seele widerspiegeln und diese zum Kunden hin transportiert wird – also letztendlich, wenn meine Absichten und die damit verbundene Lebensweise beim Verbraucher genauso ankommen, wie sie gemeint sind. Ich übernehme Verantwortung für alles, was ich tue, liebe es selbstständig meine Ideen mit meinem Team zu verwirklichen, das sich durch Herz und Seele auszeichnet. Wir sind alle engagiert und stehen für das ein, was wir tun…und ich bin froh, dass ich meinen Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bieten kann, mit dem sie sich identifizieren können.
Insofern ist mein Lebensmotto sicher, dass ich mir selbst treu bleiben unabhängig zu sein, eine eigene Persönlichkeit entwickelt zu haben, in Harmonie mit sich und meinem Umfeld zu leben ohne dass hierbei ein Stillstand in der Entwicklung eintritt und ich mich somit in einem immerwährenden Prozess befinde.

 

Was sind Ihre Pläne für die nächsten Jahre?

 

Ich werde, wie die Jahre zuvor, den Markt der Kosmetik beobachten und den Markt der Naturkosmetik weiter ausbauen und aktiv mitgestalten.

 

Würden Sie heute - wenn Sie auf Ihren bisherigen Weg blicken - etwas
anders machen? Wenn ja: Was?

 

Nein, anders machen würde ich eigentlich nichts, wir haben noch keinen Flop gelandet und ich wenn ich kein Naturkosmetikunternehmen gegründet hätte, wäre ich Geschäftsführer eines anderen Unternehmens im Biobereich wegen der darin noch zu findenden Menschlichkeit, Toleranz und Humanität.

 

Ihr Rat an Studierende, die ihren Weg noch suchen?

 

Verantwortung zu übernehmen, sich selbst treu zu bleiben, sich Ziele zu stecken und diese nie aus den Augen zu verlieren, beharrlich für seine Vorstellungen und Prinzipien einzustehen und mutig auch unter Inkaufnahme von Risiken zu agieren.

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