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Aus für bunte Bioeier?

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die in der überarbeiteten EG-Öko-Verordnung vergessene Richtlinie für das Färben von Bioeiern macht nicht nur der Bayerische Landes­anstalt für Landwirtschaft Kopfzerbrechen. Mit der Begründung „Farbstoffe für Eier sind im Anhang VI der EG-Öko-VO nicht gelistet und können daher nicht eingesetzt werden“ muss das LfL aktuell die Erzeugung bunter Bioeier, wie sie seit Jahren von einigen Herstellern angeboten werden, verbieten. Da es jedoch für die bisher angewandte Technik, Eischale mit Farbe und Harz zu versiegeln, keine Alternative gibt, bedeutet das das Aus für bunte Bioeier im Handel. Zumindest für bayerische Hersteller, denn sowohl andere Bundesländer als auch andere EU Staaten betrachten die Eischale nicht als Lebensmittel und wenden damit die EG-Öko-VO nicht an.

 

„Wir werden es nicht unwidersprochen hinnehmen, dass nur wegen nicht gelisteter Farbstoffe für Eier ein ganzer Einkommenszweig der Bio-Legehennenhalter und Produzenten von bunten Eiern wegbricht“, so Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer des ökologischen Anbauverbandes Biokreis e.V. „hier ist ein konzertiertes Vorgehen aller Bio-Verbände gefordert.“

 

Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, der saisonal bunte Eier vertreibt, zu diesem Problem: „Die Eier werden nach dem Kochen gefärbt und versiegelt. Bei diesem Prozess dringen nachweislich weder Farbe noch Harz ins Innere des Eis“. Ein Grund mehr die strenge Auslegung des bayerischen Amtes zu hinterfragen.

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