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1000. Probe im BNN-Monitoring für Obst und Gemüse

von Redaktion (Kommentare: 0)


Im Monitoring-System für Obst und Gemüse im Naturkosthandel wurde im Februar die 1000. Probe untersucht. Das Qualitätsurteil des Labors lautete „sehr gut“ - wie bisher bei der überwiegenden Zahl der Proben im Monitoring, das seit Mitte 2003 unter der Regie des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. läuft. Bei der 1000. Probe, einer Grapefruit aus Israel, waren keine Pestizide und kein Schalenbehandlungsmittel nachweisbar.

 

Ein so gutes Zeugnis wie die Bio-Grapefruit erhalten fast alle Obst- und Gemüseproben aus dem Naturkosthandel. „Verbraucher können sich also auf die hohe Qualität von Bio-Obst und Bio-Gemüse verlassen“, freut sich Elke Röder (Bild), Geschäftsführerin des BNN Herstellung und Handel. Die aktuelle Gesamtbilanz im BNN-Monitoring zeigt, dass 939 der bisher 1000 Proben einwandfrei waren. Bei lediglich 4,7 Prozent der Proben stellten die Labore Rückstände unterhalb der gesetzlichen Höchstmenge fest. Nur 1,4 Prozent der Proben hielten die gesetzliche Höchstmenge nicht ein.

 

Im konventionellen Bereich überschreiten dagegen rund neun Prozent der pflanzlichen Proben die gesetzliche Höchstmenge. Das zeigt der aktuelle Monitoring-Bericht 2004 des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Rückstände sind die Regel. Besonders kritisch fällt die Bilanz des BVL für konventionelle Erdbeeren und verschiedene Strauchbeeren, Äpfel, Paprika und Rucola aus: Je nach Sorte waren 80 bis 95 % aller Proben belastet – in der Regel mit mehreren Pestiziden.

 

Da im BNN-Monitoring vor allem risikoorientierte Analysen durchgeführt werden, ist die durchschnittliche Pestizidbelastung von Obst und Gemüse im Bioladen sogar noch weit geringer, als die Monitoringergebnisse nahelegen. Bei jedem Rückstandfund wird die Ursache nachrecherchiert, so dass das Monitoring für eine ständige Verbesserung der Qualitätssicherung vom Feld bis zum Fachgeschäft sorgt. Beispielsweise lässt sich immer wieder nachweisen, dass Oberflächenbehandlungsmittel von konventionellen Zitrusfrüchten an Transportbändern und Reinigungsbürsten haften bleiben und dann auf Biofrüchte übertragen werden. Zu den vielen Erfolgen im Monitoring-System zählt das Einrichten getrennter Bio-Linien in verschiedenen Packstationen.

 

Das Monitoring für Obst und Gemüse im Naturkosthandel ist eine freiwillige Leistung des Naturkosthandels. Diese zusätzliche Qualitätsmaßnahme mit hohen Analysekosten wird  von derzeit 27 Naturkostgroßhändlern finanziert.

 

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