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Neue Studie: Bio-Lebensmittel essen verringert Krebsrisiko

von Redaktion (Kommentare: 0)


Gemüse
Eine neue Studie hat gezeigt, dass der Verzehr von Bio-Lebensmitteln das Risiko, Krebs zu entwickeln, verringern kann. © Shutterstock/Ekaterina Pokrovsky

Französische Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Verzehr biologischer Lebensmittel und dem Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Ergebnis: Mehr Bio auf dem Speiseplan verringert das Krebsrisiko. Allerdings hat die Arbeit wissenschaftliche Schwächen.

Basis der Untersuchung ist eine Kohorten-Studie, an der 69.000 Menschen, drei Viertel von ihnen Frauen, teilnahmen. Sie wurden 2009 umfangreich untersucht und befragt und gaben dabei auch über ihre Ernährungsgewohnheiten Auskunft. 2016 wurden die Daten der Teilnehmer erneut erhoben und ermittelt, wer von ihnen in den vergangenen sieben Jahren an Krebs erkrankt war.

Risiko sinkt um 25 Prozent

Die Wissenschaftler setzten nun die Daten der an Krebs Erkrankten mit den von ihnen angegebenen Ernährungsgewohnheiten in Relation. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die nach eigenen Angaben besonders viele Lebensmittel aus Bio-Anbau verzehrten, ein 25 Prozent geringeres Risiko aufwiesen, an Krebs zu erkranken. Besonders ausgeprägt war der Zusammenhang bei Lymphdrüsenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom) und bei Brustkrebs. Die Wissenschaftler führten ihre Ergebnisse darauf zurück, dass Bio-Lebensmittel weitaus weniger mit Pestiziden belastet sind als konventionelle.

 

© Fotolia/nd3000

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Selbsteinschätzung des Biokonsums als Schwäche

Sie selbst erwähnen eine wesentliche Schwäche der Studie. Der zugrunde gelegte Konsum von Bio-Lebensmitteln wurde nicht quantitativ gemessen, sondern beruht auf einer Selbsteinschätzungen der Teilnehmer zu Beginn der Studie. Die Wissenschaftler teilten aufgrund der Angaben, die nach 16 verschiedenen Lebensmittelgruppen differenzierten, die Probanden in vier Gruppen ein, die unterschiedlich viele Bio-Lebensmittel verzehrten. Für das Viertel mit dem höchsten Bio-Konsum galt die festgestellte Verringerung des Krebsrisikos. Aufgrund dieser Schwäche halten einige Ernährungsexperten die Studie für wenig aussagekräftig. So zitiert das Magazin Focus den Harvard-Professor Jorge E. Chavarro: „Auf dem aktuellen Forschungsstand ist der Zusammenhand zwischen dem Verzehr von ökologischen Lebensmitteln und dem Krebsrisiko immer noch unklar.“

 


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