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Naturkosmetik als Zukunftsmarkt

von Susanne Gschwind (Kommentare: 0)


Naturkosmetik im Regal
Naturkosmetik – Verkaufsschlager im Regal. Symbolbild © Shutterstock/Iakov Filimonov

Der Kosmetikmarkt ist sehr dynamisch und in den letzten zwölf Monaten hat sich viel bewegt. Das betonte beim 11. Naturkosmetik Branchenkongress auch Co-Programmvorsitzende und Branchenexpertin Elfriede Dambacher. In ihrem Vortrag stellte sie aktuelle Zahlen und Daten zum nationalen und internationalen Markt vor.

Während die konventionelle Kosmetik hierzulande im 1. Halbjahr 2018 weitgehend stagnierte, wuchs der Naturkosmetikmarkt im gleichen Zeitraum um 3,1 Prozent – trotz sinkender Durchschnittspreise. Laut Dambacher greifen mehr neue Kunden zu Naturkosmetik, dabei bleibt die Drogerie nach wie vor der bestimmende Kanal. Auch der Discount bestimme neuerdings den Markt mit. Als Beispiel nannte Dambacher die dauerhafte Einlistung einer eigenen zertifizierten Naturkosmetik-Marke bei Aldi.

Naturkosmetikmarkt auch für Großkonzerne interessant

Auch international boomt der Markt für Natur- und naturnahe Kosmetik. Dies, so Elfriede Dambacher, nicht zuletzt, weil Verbraucher immer sensibler für die Nebenwirkungen von chemisch-synthetischen Pflegeprodukten würden. Auch ethische Aspekte wie Tierversuchsfreiheit seien für Viele bei der Kaufentscheidung nach wie vor entscheidend. „Naturkosmetik ist der Zukunftsmarkt, weltweit“, so die Branchenexpertin.

 



Prognosen führender Marktforschungsunternehmen gingen davon aus, dass naturnahe und Naturkosmetik bis 2025 weltweit jährlich um zehn Prozent wachsen würden – ein Grund, weshalb der Markt und entsprechende Unternehmen für Großkonzerne so interessant sei. Die Übernahme von Logocos durch L’Oreal ist für sie eines der jüngsten, aber nicht das einzige Beispiele. Sie plädierte dafür, die Diskussion zu versachlichen – und darauf zu lenken, was eine Marke ausmache. Je mehr konventionelle Kosmetikindustrie Know-how dazu kaufe, sei genau das für die Verbraucher immer undurchsichtiger.

Deutungshoheit über den Begriff Naturkosmetik nicht gesichert

Auch die Zuordnung „naturnah“ und „echte Naturkosmetik“ sei in der Realität oft schwierig. „Die Deutungshoheit über den Begriff Naturkosmetik ist nicht gesichert“, warnte Dambacher. Die Branchenexpertin wies auf „Wettbewerbsverzerrungen“ hin, die durch Cross-border-Onlineshops und auf einigen Online-Plattformen zu beobachten seien. So hätten die deutschen Drogeriemärkte gemeinsam die politisch Verantwortlichen auf das Angebot nicht verkehrsfähiger Produkte aufmerksam gemacht. Zudem wies Dambacher darauf hin, dass häufig die vorgeschriebene Deklaration der Produkte fehle. Hier sieht sie einen Handlungsbedarf, um Naturkosmetik sicherer zu erkennen, gerade weil dieser Distributionskanal immer wichtiger werde. „Laut dem IRi „Handelspanel E-Commerce“ wuchs bereits im Jahr 2017 der Onlinehandel deutlich schneller als der stationäre“, so Dambacher und nennt ein Beispiel: „Naturkosmetik-Gesichtscreme wächst um den Faktor 2,5 stärker als im stationären Handel.“

Doch nicht nur, was den Absatz angeht – auch in der Kommunikation zu (potenziellen) Käufern werden digitale Medien (Social Media) immer wichtiger. Laut Dambacher reagiert der Handel oft noch zu langsam. „Hier ist mehr Kreativität gefragt!“, so ihr Appell.

 

Kundin am Naturkosmetik-Regal.
Symbolbild © Shutterstock/Robert Kneschke



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