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Naturkosmetik Branchenkongress – Interview mit Wolf Lüdge: "Programm mit zukunftsweisenden Themen"

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Wolf Lüdge, Programmvorsitzender Naturkosmetik Branchenkongress
Wolf Lüdge, neben Elfriede Dambacher Programmvorsitzender des Naturkosmetik Branchenkongresses © Naturkosmetik Branchenkongress

Morgen und übermorgen findet der 11. Naturkosmetik Branchenkongress im Hotel Ellington in Berlin statt. Ein Gespräch mit dem Programmvorsitzenden Wolf Lüdge.

Wolf Lüdge ist Geschäftsführer des naturkosmetik verlags, der den Naturkosmetik Branchenkongress jedes Jahr in Kooperation mit der NürnbergMesse ausrichtet. Ebenfalls Programmvorsitzende ist Elfriede Dambacher, Inhaberin naturkosmetik konzepte, die zuletzt mit bio-markt.info über den Logocos-L’Oréal-Deal gesprochen hat.

Herr Lüdge, was macht den Naturkosmetik-Markt so spannend?

Wolf Lüdge: Es macht unglaublichen Spaß – das ganze Jahr über habe ich die aktuellen Trendthemen im Blick und arbeite kreativ am Programm. Durch die Synergie mit Elfriede Dambacher entsteht so ein Kongressprogramm mit zukunftsweisenden Themen. Da sind wir wirklich vorne dran.

Naturkosmetik Branchenkongress
Beim Naturkosmetik Branchenkongress 2017 © Naturkosmetik Branchenkongress

 

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Teilnehmer schätzen den Naturkosmetik Branchenkongress, weil zukunftsrelevante Themen aufgegriffen werden, die später tatsächlich den Markt beeinflussen.

Ja, das stimmt. Wir waren im letzten Jahr mit dem Thema Digitalisierung voll am Puls der Zeit. Unsere Referenten haben ein Bild der Zukunft gezeichnet und die Herausforderungen skizziert. Dieses Jahr nehmen wir diese Herausforderungen wieder auf und stellen der Digitalisierung die Menschlichkeit entgegen.

Was bedeutet das?

Das lässt sich am besten an zwei Programmpunkten aufzeigen.

Nicole Brandes, internationaler Management Coach, Autorin und Partnerin des Zukunftsinstituts, stellt in ihrem Beitrag „Leadership 4.0 – Helden zwischen Digitalisierung und Menschlichkeit“ das Spannungsfeld zwischen Technologie und Mensch dar, das durch die Notwendigkeit zum strukturellen Wandel sowie durch die zunehmende Digitalisierung entsteht.

Bert Martin Ohnemüller, Redner, Autor und High-Performance Business Coach, wird aufzeigen, dass die vor uns liegende „Dekade der Menschlichkeit“ neue Sichtweisen auf Teams, Mitarbeiter und den Unternehmenserfolg fordern wird. In seinem Vortrag „Die Biologie der Loyalität – Erfolgreiche Marken verkaufen keine Produkte, sondern Zugehörigkeit“ fordert er den Handel auf, mehr zu sein als nur der Bereitsteller von Waren.

Diesmal geht es auch um „Diversity in Beauty“. Was ist damit gemeint?

In verschiedenen internationalen Märkten ist „Diversity in Beauty“ bzw. Multicultural Beauty ein großes Thema. Ansatzpunkt ist, dass eine standardisierte Herangehensweise und ein standardisiertes Produktangebot die Vielfalt an Hauttönen und Farbbedürfnissen einer großen, neuen Zielgruppe nicht bedient. So wird ein großes Markpotenzial nicht ausgeschöpft.

Mit Eryca Freemantle, Global Beauty Educator & Strategist aus London, konnten wir hierzu eine international bekannte Kosmetikexpertin gewinnen, die uns ihre Sicht auf dieses auch gesellschaftlich brisante Thema näher bringen wird.

Als Auslandsmarkt haben Sie dieses Jahr Brasilien im Fokus. Warum?

Der brasilianische Regenwald ist ein Füllhorn an Wirk- und Inhaltsstoffen für die Kosmetik. Gleichzeitig werden die Bauern und die Natur ausgenutzt, um billige Rohstoffe zu liefern.

Wir stellen ein gemeinsames Projekt der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, des deutschen Unternehmens Symrise und des brasilianischen Kosmetikherstellers Natura vor, das ein positives Gegenbeispiel darstellen soll.

Weiter sprechen wir über das Sourcingland Brasilien und natürlich auch über die Chancen von europäischen Firmen auf dem brasilianischen Markt.

Wie schlägt sich der allgemeine Wertewandel in der Gesellschaft im Programm nieder?

Das Thema der Plastikverschmutzung der Meere ist mir persönlich ein sehr großes Anliegen. Wir und unter anderem auch die Kosmetikindustrie müllen unsere Meere zu, ohne uns der Folgen und der Beeinträchtigung des Ökosystems bewusst zu sein.

Im letzten Jahr hatten wir Sea Shepherd auf dem Naturkosmetik Branchenkongress, die uns für diesesThema sensibilisiert haben. Dieses Jahr konnten wir mit Hans Reitz, Geschäftsführer The Grameen Creative Lab, einen Vordenker des Social Business gewinnen. Er zeigt einen Ansatz, wie wir die Plastikflut stoppen und wirtschaftlich davon profitieren können.

Wird Naturkosmetik weiter wachsen?

Der Anteil der Naturkosmetik und der naturnahen Kosmetik am Gesamtmarkt wird weiter wachsen. Es bleibt spannend zu sehen, welchen Marken es gelingt, an diesem Trend teilzuhaben und wie sich die Distributionslandschaft weiterentwickelt.

Wie könnte ein Motto für die Zukunft lauten?

Humanity nimmt gesellschaftlich eine stärkere Bedeutung an als Lifestyletrends und ökologische Produktoptimierung. Die Zukunft liegt – trotz aller Digitalisierungsfortschritte – in der menschlichen Qualität unserer Begegnungen.


Stichworte:

Kosmetik/Textilien

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