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Bei Aldi kosten Knotbeutel jetzt Geld

von Redaktion (Kommentare: 0)


Obst und Gemüse in Knotbeuteln aus Plastik und in Stoffbeuteln
Mehrwegbeutel statt Knotbeutel aus Plastik. Symbolbild © istock/artursfoto

Aldi geht im Kampf gegen Plastikmüll einen weiteren Schritt. Wie die Süddeutschen Zeitung zuerst berichtete, sollen Kunden für die dünnwandigen Obsttüten künftig je einen Cent bezahlen. Aldi Nord und Aldi Süd bestätigten nun die Information in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Derzufolge sind ab Sommer 2019 in allen Filialen der beiden Discounter ausschließlich Knotenbeutel aus nachwachsenden Rohstoffen für einen Cent erhältlich. Die DUH hat den Preis kritisiert und verlangt eine Abgabe von 22 Cent wie in Irland üblich. Ab Herbst 2019 bietet Aldi eine wiederverwendbare Alternative zu den Knotbeuteln an: waschbare Mehrwegnetze, die bereits testweise in einigen Märkten erhältlich waren.

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Bio-Händler Alnatura hat Anfang des Jahres begonnen, in seinen Filialen Plastiktüten für Obst und Gemüse vollständig abzuschaffen. Die Umstellungsphase lief bis 1. Mai. Dann soll es in keinem Alnatura Super Natur Markt mehr Knotenbeutel aus Plastik geben. Um auf die Beutel verzichten zu können, bitte man alle Kundinnen und Kunden, Obst und Gemüse unverpackt in den Einkaufswagen zu legen oder eigene Beutel mitzubringen.

In den Biomärkten von Denn’s finden Kunden Knotenbeutel auf Zuckerrohr-Basis, Papiertüten und „take 5 Netze“. Letztere sind wiederverwendbare Taschen für Obst und Gemüse.

Die Bio Company bietet für Obst und Gemüse Netze, Baumwollbeutel oder Papiertüten an. Im Backshop des Berliner Bio-Filialisten können Brötchen in Baumwollbeutel eingepackt werden.

 

 

Lebensmittel-Discounter Netto bietet seit dem 20. Mai recycelbare und waschbare Mehrwegnetze für Obst, Gemüse und lose Backwaren an. Penny bietet ab Mitte August in all seinen 2.200 Märkten einen Doppelpack Mehrwegfrischenetze aus GOTS-zertifizierter Baumwolle zum Preis von 0,99 Euro an. Eine überwältigende Mehrheit der Kunden habe sich während eines Tests für diese Variante als alternative Ergänzung zum klassischen Knotenbeutel entschieden, teilt Penny mit. Die testweise ebenfalls angebotene Polyester-Variante (0,49 Euro) würden nur noch noch abverkauft. Klassische Knotbeutel bleiben also noch im Sortiment. 2018 wurden sie um 20 Prozent verkleinert.

Edeka bietet in immer mehr Märkten Mehrwegnetze an, die man waschen und recyeln kann. Aktionsweise gibt es in vielen Märkten des genossenschaftlichen EDEKA-Verbundes Äpfel im Gratis-Mehrwegnetz.

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Lidl will branchenübergreifende Lösung

Ab Sommer 2019 führt Lidl deutschlandweit "Dein Vitaminnetz" ein. Dabei handelt es sich um ein Mehrwegnetz für Obst und Gemüse, das Kunden im Zweierpack für 49 Cent kaufen können. "Immer mehr Kunden wollen auf Kunststoff und Einwegplastik verzichten. Diesem Wunsch werden wir mit der Einführung des 'Vitaminnetzes' aus reißfestem und lebensmittelechtem Polyester gerecht.", erläutert Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland. Das Mehrwegnetz bietet das Unternehmen zusätzlich zu den dünnen, recycelbaren Plastiktüten für Obst und Gemüse an, die weiterhin in den Filialen verfügbar sind.

"Dein Vitaminnetz" wiegt 8 Gramm, laut Lidl das leichteste Netz auf dem deutschen Markt. Das Eigengewicht des Netzes ist auf dem angenähten Barcode-Etikett hinterlegt und wird beim Abwiegen an der Kasse vom Warengewicht abgezogen. Lidl bietet seinen Kunden auch die Möglichkeit, Netze anderer Anbieter für ihren Einkauf zu nutzen. Um den Mehraufwand beim Kassieren zu vereinfachen, spricht Lidl sich für eine branchenübergreifende Lösung für die Angabe des Netzeigengewichts aus: "Eine einheitliche Kassenlösung für die Lesbarkeit der Tara wäre für alle Händler, die Mehrwegnetze für Obst und Gemüse anbieten, ein wichtiger Schritt nach vorne - für mehr Transparenz und einfacheres Handling", erklärt Bock.

Drei Milliarden Hemdchenbeutel verbraucht

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland etwas mehr als drei Milliarden Hemdchenbeutel verbraucht. Das meldete kürzlich die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf das Bundesumweltministerium. Im Schnitt bedeutet das: Auf jeden Verbraucher kommen 37 Plastikbeutel, was nur zwei weniger sind als 2017.

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