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Purpur - sinnvolles Spielzeug und Natur-Textilien

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Purpur-Versand geht zurück auf die Firma "Kunst und Spiel", die in den sechziger Jahren in München gegründet wurde und dort heute noch ein Ladengeschäft hat. In den 90er Jahren zog Kunst und Spiel einen Versandhandel auf, der von Heinz Hess aufgekauft wurde. Im Jahr 2000 gab der Unternehmer seine Firma "Hess Natur" an den Neckermann-Konzern ab. Der damals knapp 60-Jährige konnte aus gesundheitlichen Gründen die notwendige Präsenz und Verantwortung für einen 300 Mitarbeiter starken Betrieb, der HessNatur mittlerweile geworden war, nicht mehr leisten, wollte sich aber nicht gänzlich zur Ruhe setzen. Heute sind Hess Natur und Purpur zwei eigenständige Unternehmen, die purpur1.jpggelegentlich zusammenarbeiten. So hat sich etwa Heinz Hess verpflichtet, fünf Jahre lang mit Bild im Hess Natur-Katalog zu erscheinen, während dort, hin und wieder Purpur-Flyer beigelegt werden. Im Hessenring in Bad Homburg, gleich neben dem alteingesessenen Ladengeschäft von Hess Natur, hat Heinz Hess 1998 den Purpurshop (Bild) eröffnet.

Basis bei Kunst und Spiel war die Waldorfpädagogik.purpur6.jpg
"Das ist sie auch heute noch", unterstreicht Heinz Hess, aber Purpur unterscheide sich insofern, als der Zeitgeist und das Zeitgeschehen mit in das Programm einbezogen werden. Fußball beispielsweise sei in der Waldorfpädagogik früher verpönt gewesen. Heute sei es das nicht mehr der Fall, entsprechend modern präsentiert sich das Angebot bei Purpur. "Das Umfeld, vor allem die Medienlandschaft, hat sich in den letzten 20 Jahren gewaltig verändert", weiß der fünffache Vater (rechts im Bild). Um Fortschritte zu machen müssten auch die Produkte ständig weiter entwickelt werden. "Das Spielzeug für Babys kann purpur4.jpgweitgehend unverändert bleiben, aber ältere Kinder müssen ein zeitgemäßes Angebot haben", betont er. Sein Anliegen ist es, Kreativität und die Sinne zu fördern. Dem Bewegungssinn schenkt er dabei besondere Aufmerksamkeit, denn Bewegung ist die Grundlage für eine gesunde Entwicklung der Kinder und für erfolgreiches Lernen. Und bei allem sollen die Kinder natürlich Spaß haben. An erster Stelle steht bei Purpur der pädagogische, an zweiter der ökologische Gedanke. "Wenn wir in der Produktion die Wahl haben, entscheiden wir uns für Naturstoffe", versichert Hess. Produkte für Babys und kleine Kinder sind konsequent ökologisch: Möbel und Spielzeug aus Naturholz mit biologischer Oberflächenbehandlung und Kleidung aus Naturtextilien. Bei älteren Kindern steht die Funktion im Vordergrund, aber man achtet auf hochwertige Materialien. In der Fertigung wird besonderer Wert auf den sozialen Aspekt gelegt. Sie erfolgt hauptsächlich in Deutschland, wenn möglich in Lebensgemeinschaftenpurpur3.jpg oder Behinderteneinrichtungen. Entsprechend hochpreisig und nicht für jedermann erschwinglich ist die Produktpalette. Purpur verwendet bis auf einige Ausnahmen Textilien aus kbA-Baumwolle. Schon bei Hess Natur wurde die "Longlife"-Dreijahresgarantie eingeführt, die Purpur weiterführt. Heinz Hess ist überzeugt, dass Kinder, die von qualitativ hochwertigen Produkten über lange Zeit begleitet werden, ein Gefühl des Vertrauens aufbauen und Sinn für Qualität entwickeln können: "Das sind die späteren Naturkostkunden".

purpur2.jpgHeinz Hess beschäftigt im Purpur-Shop und -Versand 15 Mitarbeiter und denkt an Expansion. Beispielsweise über Kindergärten als Multiplikatoren möchte er neue Kundenkreise entwickeln. Daneben setzt er auf Präsenz bei Veranstaltungen mit entsprechender Klientel, wie die Weleda-Tage oder der Hebammentag. Die Belieferung des Naturkosthandels sei dagegen sehr begrenzt und noch in den Anfängen. "Gerade geht der erste Auftrag raus", sagt Hess. Mit zunächst zwei Baumwoll-Produkten werden Wiederverkäufer angesprochen: ein Moskitonetz (Bild) und Hüllen, mit denen Luftballons zum Spielball umfunktioniert werden können. "Es ist auch eine Frage der Preisgestaltung", hat der Unternehmer erkannt. Bei deutscher Fertigung sei es schwierig, entsprechende Margen einzuräumen. Hess sieht durchaus eine Zielgruppenaffinität von Naturkost undpurpur5.jpg dem Purpur-Sortiment: junge Familien mit Kindern. Er hat bereits über die Belieferung von Bio-Supermärkten nachgedacht, fand bislang jedoch nur wenige, deren Präsentation ihn überzeugte. "Der Non-Food-Bereich soll möglichst nicht zu nahe bei den frischen Lebensmitteln liegen", meint der erfahrene Unternehmer. Er bevorzugt einen allmählichen Übergang von Frische über das Trockensortiment zu Non-Food. Für den besonders sensiblen Bereich Mode und Textilien hält er separate Läden für die bessere Alternative. Seine Idealvorstellung sind verschiedene Geschäfte unter einem Dach, beispielsweise einem Öko-Zentrum.

purpur7.jpgEin Purpur-Messeauftritt auf der BioFach ist für 2006 anvisiert. Bis dahin soll ein 20 - 30 Produkte umfassendes entsprechendes Sortiment entwickelt werden. "In der jetzigen wirtschaftlichen Lage ist es schwierig zu expandieren", räumt Hess ein. Es sei deutlich zu erkennen, dass die Kunden insgesamt weniger Geld zur Verfügung hätten. Dazu kommt ein sortimentspezifisches Problem: Im Gegensatz zu einem reinen Textilienangebot wächst die Purpur-Zielgruppe aus dem Kundenkreis heraus. Folglich müssen ständig neue Eltern mit Kindern akquiriert werden.purpur8.jpg Die Kunden des Versands kommen aus 30 Ländern, hauptsächlich aus Deutschland (rund 70.000) und der Schweiz. Die Neukundengewinnung erfolgt durch Freundschaftswerbung, Mundpropaganda sowie durch Katalogverteilung (Auflage 200.000) per Post und in Kindergärten, Arztpraxen oder in Naturkostläden. Partnerläden, die Kataloge auslegen, erhalten pro 100 Stück als Aufwandsentschädigung einen Purpur-Einkaufsgutschein über 15 Euro.
(04.01.2005)

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