Anzeige

Rapunzel Türkei: höchste Qualität garantiert

von Redaktion (Kommentare: 0)


Vor über 30 Jahren begann der Export von Bio-Produkten aus der Türkei, die schon längst zu Klassikern geworden sind: Nüsse und Trockenfrüchte. Der Nachfrage-gesteuerte Export schuf bei vielen Kleinbauern in der Türkei erstmals ein Bewusstsein für den biologischen Anbau. Es entstanden Erzeugernetzwerke und Verarbeitungsbetriebe, die die Waren erfassten, aufbereiteten und zuerst nach Europa und dann in die ganze Welt exportierten. Auch die Produktpalette sowie die daraus erzeugten Waren haben sich seit den ersten Tagen des türkischen Bio-Anbaus deutlich vergrößert. Bio-Markt.Info hat in der Nähe von Izmir den Pionier Rapunzel besucht, der bereits seit 1976 in der Türkei aktiv ist. 1997 wurde Rapunzel Türkei in Ören gegründet. (Bild: Sultaninen, von Hand verlesen)

Schon von weitem erblickt der deutsche Naturkostkenner den Rapunzelturm und die gelbgrünen Gebäude (Bild) der Traditionsfirma aus dem Allgäu, die durch das Sultaninen- und Aprikosenanbaugebiet leuchten. Rapunzel ist bereits seit 1997 im Ort Kemalpasa-Ören, 30 km östlich von Izmir, mit einem eigenen Verarbeitungsbetrieb aktiv. Davor hatte Rapunzel über viele Jahre ein Projekt-Büro. Dort organisierten die Mitarbeiter die Bio-Beratung der Bauern und koordinierten die Verarbeitung bei bio-zertifizierten Verarbeitungs-Betrieben.
„Wir arbeiten in der Türkei mit rund 600 Bauern zusammen, die zusammen über 2500 ha Land biologisch bewirtschaften“, erläutert Betriebsleiter Akin Aküzüm die Kooperation. Für Rapunzel werden vor allem Aprikosen, Feigen, Sultanas, Haselnüsse, Pinienkerne und Hülsenfrüchte angebaut. Vier landwirtschaftliche Berater sowie zwei Assistenten beraten die Bauern regelmäßig in Einzelgesprächen oder halten Seminare für Gruppen ab. (Bild: Rapunzel-Produktionshalle in Ören bei Izmir, im Vordergrund: Mandelbäume)

In den letzten zwei Jahren wurde der 15 Jahre alte Verarbeitungsbetrieb in Ören gründlich renoviert und teilweise mit neuen Maschinen ausgestattet. Eine Vielzahl von Hygienemaßnahmen wie neue Fußbodenbeläge und teilweise geflieste Wände sowie Brandschutzmaßnahmen (u.a. Feuertüren) wurde umgesetzt. Als Energieeinsparungsmaßnahmen können neue Kühlaggregate, die Verwendung von Energiesparlampen sowie automatische Rolltore bei Kühlräumen, die sich sofort nach Benutzung wieder schließen, genannt werden. Der Stromverbrauch wurde dadurch nach Angaben von Akin Aküzüm (im Bild rechts) bereits um 25 % gesenkt.

Zur besseren Entdeckung von Aflatoxinen in Feigen wurden zwei UV-Dunkelkammern mit jeweils einer zwölf Meter langen Straße (Förderband) ausgestattet, damit jede einzelne Feige an- und durchleuchtet werden kann.  (Bild links: Verlesen von Mandeln)

Im Werk in Ören sind je nach Saison 100 - 300 Arbeiterinnen in der Produktion beschäftigt, die Rosinen, Feigen, Aprikosen oder anderes in unterschiedlicher Weise an den Bändern der Maschinen kontrollieren, reinigen, die Ware abpacken, etikettieren und anschließend versandfertig machen. In der Verwaltung beschäftigt Rapunzel Türkei noch einmal 35 Mitarbeiter. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten ein kostenloses Mittagessen in der frisch renovierten Kantine, wo pro Tag 250 Mittagessen  ausgegeben werden.(Bild: Sortierung von Sultanas)

 70 % der Rapunzel-Produktion in Ören gehen direkt zur Muttergesellschaft nach Legau. 30 % werden nach Frankreich, Schweden, Großbritannien, Japan und USA exportiert. Besonders stolz ist der Betriebsleiter von Rapunzel Türkei auf die Rückverfolgbarkeit der Ware aus dem sechsstöckigen Hochregallager mit 3600 Palettenstellplätzen bis zum Feld. Im Beschwerdefall kann sofort reagiert werden und ggfs. eine belastete Charge aus dem Verkehr gezogen werden. Das Rohwaren-Eingangslager wird auf konstant 5°C gehalten, da hier die Gefahr der Einschleppung von Schädlingen besonders groß ist. Überall im Betriebsgebäude von Rapunzel wird sehr auf Einhaltung der Hygienevorschriften geachtet und die notwendige Insektenkontrolle penibel genau durchgeführt.
(Bild links: Blick in das moderne und gekühlte Rapunzel-Lager in Ören)

In der Region Salihli, rund 70 km östlich von Izmir, liegt das größte Rapunzel-Dorfprojekt der Türkei, das inzwischen zu einer echten Bio-Region herangewachsen ist. Bereits Anfang der 90er Jahre konnte eine große Zahl an Bauern aus dem Dorf Tekelioglu für den biologischen Anbau gewonnen werden. Nachdem sich das Dorf über die Erwartungen hinaus erfolgreich entwickelt hatte, schlossen sich die fünf Nachbardörfer der Region Salihli zusammen, um gemeinsam nach biologischen Richtlinien anzubauen. Inzwischen erzeugen 80 Bauernfamilien erfolgreich Sultaninen, Tomaten (Bild), Kichererbsen, Baumwolle und anderes. 

Ein an die Feldgemarkungen angrenzender See, der von Pestiziden verseucht war und weder für Trinkwasser noch Fischfang zur Verfügung stand, wurde dadurch wieder entgiftet und kann nun wieder genutzt werden. Bei den regelmäßigen Treffen mit den Rapunzel-Agraringenieuren wird unter anderem über die Anschaffung von Maschinen oder gemeinsame Projekte diskutiert. Sie beraten und bieten Hilfestellungen. Auch soziale Aspekte werden aufgegriffen. Das örtliche Rapunzelbüro integriert die ganze Familie, zum Beispiel mit Schulungen für die Frauen.

Die Produktion von Bio-Produkten für Rapunzel geht jedoch weit über das Gebiet um Izmir hinaus und umspannt viele Regionen in der Türkei: Haselnüsse werden im Norden an der Schwarzmeerküste produziert, Reis im Nordosten, süße Aprikosen in Malatya im Südosten der Türkei, da wo auch die Pistazien, Maulbeeren und Linsen her kommen. Und die herrlichen wilden, säuerlichen Aprikosen stammen aus der geographischen Mitte der Türkei (Kayseri).
Pinienkerne und Paprika wiederum stammen ganz woanders her, nämlich aus dem Gebiet südlich des Marmarameers im Westen der Türkei. Feigen werden für Rapunzel südlich von Izmir in Aydin auf Stellagen getrocknet. Tomaten und Aprikosen werden auf großen Tüchern, die auf abgeernteten Feldern ausgelegt werden, sonnengetrocknet. Anschließend werden sie schonend in Rapunzel-eigene Kisten gepackt und nach Ören in die Fabrik zur Aufbereitung (reinigen, verlesen, sortieren, verpacken) geschickt. (Bild links: Karte der Türkei mit den verschiedenen Anbauregionen)

 

Die Bio-Kontrolle: höchste Qualität bietet Verbrauchern Sicherheit


Vor zwei Jahren hat die Schweizer Kontrollstelle Bio-Inspecta die Zertifizierung der türkischen Betriebe für Rapunzel übernommen. Jetzt werden dort 600 Bio-Höfe, die in zwölf Projekten zusammengefasst sind, regelmäßig überprüft. Geschäftsführer der Bioinspecta Türkei Ltd, die 2010 gegründet wurde, ist Bernd Jauch (Bild). Der 44-Jährige ist sowohl Businessdirektor der Bioinspecta AG in der Schweiz als auch zuständig für das Türkeigeschäft. Insgesamt führt die Schweizer Muttergesellschaft einschließlich der Töchter bei rund 5000 Unternehmen Kontrollen durch. Außer in der Schweiz und der Türkei ist man noch im Iran, Albanien und Russland tätig.
„Da es in der Türkei keine Gruppenzertifizierungen gibt, kontrollieren wir jeden einzelnen noch so kleine Betrieb“, erläutert Jauch, der häufig im Büro in Izmir anwesend ist und dort über sechs Mitarbeiter verfügt.



Tipp:

www.rapunzel.de/tuerkei-projekt-garantie.html

Auf englisch:
http://www.rapunzel.de/uk/turkeiprojekt.html  



Stichworte:

Türkei

Hersteller


zur Startseite/alle Meldungen

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!




Newsletter

E-Mail
E-Mail bestätigen

Anzeige

Anzeige


Lesen Sie hier die aktuelle
Ausgabe des BioHandel