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Barnhouse: Die Spezialisten für das Original

von Redaktion (Kommentare: 0)


Eine gute Bio-Idee wird 30. Die Zusammenarbeit zweier Bio-Pioniere und ihre gemeinsame Firma ebenfalls. Es handelt sich um Krunchy, Sina Nagl, Neil Reen und um Barnhouse. Das Unternehmen aus dem bayrischen Mühldorf tut viel für seine Marktführerschaft: Man konzentriert sich auf Produkt, Marke und 100 % bio. Besonders innovativ und kreativ geht es im Jubiläumsjahr in der Marketingabteilung zu, der Web-Auftritt, Image- und Geschmackswerbung stehen im Vordergrund. (Bild: Neil Reen)
„Früher war Crunchy eher ein Außenseiterprodukt, jetzt wird es sehr gerne nachgeahmt“, sagt Bettina Rolle (Bild). Die „bessere Hälfte“ von Neil Reen ist zuständig für das Barnhouse-Marketing. Sie macht die Erfolgsgeschichte von Krunchy an den Produktionszahlen der Firma deutlich: Vier Kilo Krunchy Tagesproduktion im Gründungsjahr. 2009 läuft das Original an fünf Tagen die Woche im Dreischichtbetrieb vom Band. Dazwischen stehen 30 Jahre Erfahrung, eine Menge Investitionen und die Überzeugung, dass Bio nur in der 100 %-Ausführung das Beste sein kann.

Letzter großer Schritt, der vor Kurzem über die Bühne ging, war die Verdoppelung der Produktions- und Lagerfläche von 5000 auf über 10.000 m². Möglich gemacht hat das der Auszug des langjährigen Nachbarn (seit 1998) Byodo, der ein paar Kilometer weiter neu gebaut hat. Ein Verbindungsbau machte das Hufeisen komplett und bietet nach der Umstrukturierung genug Platz für die Krunchywelt und weitere Taten. „In den Anbau und neue Maschinen haben wir mehr als vier Millionen Euro investiert“, verrät Sina Nagl. Der wachsenden Nachfrage geschuldet sind eine zweite Backstraße - modernste Technik aus Großbritannien, dem Geburtsland des Crunchy – eine zweite Packstraße und die Erweiterung der Lagerkapazitäten.

Rund 50 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen. Darunter beispielsweise den vermutlich dienstältesten Crunchybäcker der Republik. Matthias Seiffert ist seit dem Umzug des Betriebes nach Mühldorf dabei. Er kennt die Kniffe und weiß, wie man mit unterschiedlichen Rohstoffqualitäten umgeht. Hafer- und Dinkelflocken, Reissirup und -crispies, Nüsse, Honig und Vollrohrzucker sind sein Element und sein Wissen darüber gibt er an die nachwachsenden Crunchybäcker weiter. Wichtige Rohstoffe, wie Haferflocken kommen übrigens zum Großteil aus der unmittelbaren Nachbarschaft, von der Mühldorfer Primavera Naturkornmühle. Dinkel wird auch aus dem Schwabenland angeliefert. Das Zauberwort der Crunchybäcker heißt Cluster. Gemeint sind die knusprig-lockeren Haferflocken-Bällchen, die auf der Backstraße aus der Masse aus Getreideflocken, Fett und Süßungsmitteln entstehen – Mischungsverhältnisse streng geheim. Die Erfahrung von Matthias Seiffert wäre jedoch nichts ohne die ausgeklügelten Rezepturen der Produktentwicklung und die helfende Hand der Qualitätssicherung in Person von Vesna Kampic.

„Wir sind besonders stolz auf unsere kompromisslose 100 % Bio-Qualität“, sagt Bettina Rolle und zeigt die Prototypen der rosa Erdbeer-Krokodile (Bild), die demnächst auf vielen Frühstückstischen vertreten sein werden. „Der Erdbeergeschmack für die Spaßmacher in einem von zwei neuen Kinderkrunchies kommt wirklich von gefriergetrockneten Früchten und nicht von Aromen“, erklärt sie. Sie verwehrt sich gegen einen Trend, dass gewisse Zutaten auch in Bio-Produkten zum Einsatz kommen, und plädiert dafür, dass sich jeder Bio-Hersteller seiner Verantwortung und des Anspruchs des Bio-Verbrauchers bewusst sein sollte. „Meine Aroma-Macke, wie meine Kinder das nennen, hat ihre volle Berechtigung, denn wir wissen nicht, was diese Ingredienzien in unserem Körper bewirken.“ Außerdem ist es schlicht Betrug. Man ersetzt oder ergänzt einen Geschmack, der so im Produkt gar nicht vorhanden ist.“

Freilich müsse man bei der Produktentwicklung eine Balance finden, beispielsweise zwischen der Attraktivität für die Kinder, der Bekömmlichkeit und der Ernährungsqualität. „Für den keksigen Geschmack unserer Krunchies verwenden wir natürlich Fett und Süßmittel, daher sollte man sie vielleicht nicht von früh bis spät essen. In Maßen genossen, ist unser Produkt mit seinen wertvollen, gut aufgeschlossenen Haferflocken gesund und ausgesprochen nahrhaft!“ Bei den neuen Kindercerealien ist die Balance, ihrer Ansicht nach, besonders gut gelungen: Viel nahrhafter Hafer, weniger und gesündere Süße durch Reissirup und durch die Krokodile bzw. Schokoringe wird’s interessant.

Bemerkenswert ist, dass bei mehreren Verkostungen die Kinder öfter zu der weniger süßen Variante griffen. Ganz gegen den Trend zu immer süßeren Sachen. „Es waren Sprösslinge aus alternativen Familien, sozusagen Bio-Kinder“, lacht Bettina Rolle. Eine Entwicklung, die Mut macht und beweist, dass die Geschmacksnerven nicht aller Kinder ruiniert sind. Das bestätigt sich auch darin, dass zwei der mit Reissirup gesüßten Krunchy Pur Linie (Krunchy Pur u. mit Waldbeere) die Topseller von Barnhouse sind. Rolle ist davon überzeugt, dass die beiden Neuprodukte, die im Sommer auf den Markt kommen, Renner werden. Wahrscheinlich, weil sie nicht nur von Kindern geliebt werden.

Um das Barnhouse-Image des Krunchy-Spezialisten, der das Original herstellt, weiter zu pflegen, sind im Jubiläumsjahr einige pfiffige Aktivitäten geplant, nachzulesen auf der neuen HomepageAußerdem wurde ein Oldie neu aufgelegt: Der Treuepass:
Für 20 Sammelpunkte erhält der Kunde ein schönes Geschenk für seinen Frühstückstisch.Unschlagbar als Verkaufsförderungsmaßnahme erweisen sich Geschmacksprobetütchen für den Endkunden, die unter Beweis stellen, dass das Original am besten schmeckt. Bis März 2009 sind schon 30.000 davon an den Fachhandel verschickt worden. Ein Relaunch der Verpackungen soll mehr Übersicht und Einheitlichkeit schaffen und bis zum Jahresende abgeschlossen sein. (Bild: Vesna Kampic in der Versuchsküche)
 

Der Fachhandel ist Mittelpunkt der „einzigartigen Krunchy-Welt“, wie sich die Mühldorfer seit der Firmenerweiterung nennen. „Das soll auch so bleiben“, sagt Sina Nagl (Bild). „Bisher sind wir damit sehr gut gefahren“. Im Boomjahr 2007 wuchs der Crunchy-Spezialist um 30 %. „Für 2009 rechnen wir mit 20 %“, freut sich die Mitbegründerin des Unternehmens. „Eines unserer wichtigsten Anliegen ist es, authentisch zu bleiben und unser Tun, unsere Produkte sowie unsere Qualitätsansprüche für unsere Kunden erlebbar zu machen“, fasst Bettina Rolle zusammen. „Das zeichnet uns Bio-Unternehmer doch schließlich aus.“


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