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Nachwuchs fördern im Ökolandbau

von Nina Weiler (Kommentare: 0)


Gemüsekiste
Symbolbild © Shutterstock/Daniele Pietrobelli

Fakt ist, dass in der landwirtschaftlichen Ausbildung Themen rund um den Ökolandbau viel zu kurz kommen. Das belegt eine aktuelle Studie mit dem Titel „Status-quo-Analyse und Erarbeitung von Handlungsoptionen zur stärkeren Integration des ökologischen Landbaus in der beruflichen Bildung im Berufsbild Landwirt/in, Gärtner/in und Winzer/in“.

„Die berufliche Bildung hinkt der Entwicklung in der Landwirtschaft beim Thema Ökolandbau deutlich hinterher“, so Jörg John vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN). John war maßgeblich an der Studie beteiligt. Gefördert mit Mitteln des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) übernahmen das KÖN, der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) gemeinsam die praktische Umsetzung des Projekts. Darin wurde untersucht, inwieweit der Ökolandbau in den einzelnen Bundesländern bereits in die Berufsausbildung integriert ist und mit welchen Maßnahmen eine stärkere Verankerung entsprechender Inhalte erreicht werden kann.

Wer einen Betrieb leitet, kann nach Ansicht von John viel dafür tun, damit angehende Biobäuerinnen und Biobauern besser auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet sind.

Drei Beispiele:

  • Berufsschulklassen auf ihren Hof einladen. Positiver Nebeneffekt: Auf diese Weise machen Ökobäuerinnen und Ökobauern auf ihren Betrieb aufmerksam − was natürlich indirekt Werbung für den Betrieb als potentieller Arbeitgeber bedeutet.
  • Sich in Prüfungsausschüssen zu engagieren. John erläutert: „Die Prüfungsfragen sind letztlich der heimliche Lehrplan. Die Lehrkräfte an den Berufsschulen kommen dann nicht drum herum, Ökoinhalte zu vermitteln.“
  • Als Referent*in für den Berufsschulunterricht tätig sein. „Aus der Kooperation mit Berufsschulen in Brandenburg weiß ich, dass diese durchaus dankbar sind, wenn Externe Ökolandbauthemen vermitteln. Wer selber ausbildet, kann seine Azubis zu Vernetzungstreffen mitnehmen oder im Reih-um-Verfahren auf andere Ökotriebe schicken“, sagte Professor Dr. Anna Maria Häring von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

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