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Jetzt ist es amtlich: Hände weg vom Alu-Deo

von Redaktion (Kommentare: 0)


Deos im Regal
Deos, die Aluminium enthalten, sollten Verbraucher laut BfR im Regal stehen lassen. Symbolbild © Shutterstock/Sergey Ryzhov

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat berechnet, wieviel Aluminium die Deutschen zu sich nehmen. Für Teile der Bevölkerung sei die Menge gesundheitlich bedenklich. Das BfR rät dazu, die Aluminiumaufnahme zu verringern, etwa aus Deos.

Das BfR hat in seiner Studie den Gehalt von Aluminium in Lebensmitteln berücksichtigt, aber auch, wieviel Aluminium wir anders zu uns nehmen: etwa über unbeschichtete Menüschalen oder Backbleche aus Alu, über Kosmetika wie Deos und Sonnencremes, Impfstoffe und Medikamente.

„Lebensmittel sind nach wie vor eine relevante, jedoch nicht mehr die Hauptaufnahmequelle für die Bevölkerung“, schreibt das BfR. Es ist das Aluminium aus anderen Quellen, dass dazu führt, dass die Aufnahmemengen oft die Grenze dessen überschreitet, was noch als unbedenklich gilt. Zu den besonders aluminiumhaltigen Lebensmitteln gehören Tee, Kaffee, Gewürze und Kakao. Auch Hülsenfrüchte, Gemüse und Getreide können größere Mengen an Aluminium enthalten.

Belastung bei jungen Menschen besonders kritisch

Bei kleinen Kindern bis zu zwei Jahren trägt das Aluminium, das mit Impfungen in den Körper gespritzt wird, den größten Teil zur Aufnahme bei. Bei älteren Kindern sind Sonnenschutzmittel und unbeschichtete Kochutensilien wichtige Eintragswege. Bei Heranwachsenden und Erwachsenen kann das Aluminium aus Deos bis zu zwei Drittel der Exposition ausmachen. Bei älteren Erwachsenen kommen Aluminiumverbindungen als Wirkstoff in Medikamenten gegen Sodbrennen hinzu.

Besonders kritisch bewertet das BfR die Belastung bei jungen Menschen, „da sich Aluminium im Körper anreichert und auch nach einer Reduktion der Aufnahme noch eine sehr lange Aufenthaltsdauer im Körper besitzt.“ Zudem können, weil Aluminium plazentagängig ist, „bei einer Schwangerschaft die ungeborenen Kinder ebenfalls einer erhöhten Konzentration an Aluminium ausgesetzt sein“. Eine hohe Aufnahme von Aluminiumverbindungen kann Entwicklungsstörungen des Gehirns und der Motorik sowie Schäden an Nieren, Leber und Knochen verursachen.

Empfehlung zur Risikovorsorge

„Wer seine Aluminiumaufnahme reduzieren will, sollte sparsam mit unbeschichteten Lebensmittelkontaktmaterialien, Antitranspirantien und aluminiumhaltigen kosmetischen Produkten umgehen“, empfiehlt das BfR als Risikovorsorge. Auch sollte man keine salzigen oder sauren Lebensmittel in unbeschichteten Aluschalen oder Alufolie lagern.

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