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"Wir haben es satt"-Aktionstour: Auftakt in Leverkusen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Gegen die Übernahme von Monsanto demonstrierten gestern rund 80 Bauern und Verbraucher vor dem Bayer-Hauptsitz in Leverkusen. Das Wir haben es satt-Bündnis wirft den Agrochemie- und Pharmariesen vor, die Ernährungskette kontrollieren zu wollen – die beiden Konzerne halten bereits jetzt jedes vierte Pflanzen-Patent beim Europäischen Patentamt.

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Mit einem Aktionstheater warnten die Veranstalter vor dem drohenden Schwund der Vielfalt auf den Äckern und Tellern weltweit: Der Bayer-Monsanto-„Pac-Man“ fraß Brokkoli, Paprika und andere patentierte Pflanzen, bevor er durch zivilgesellschaftlichen Widerstand gestoppt wurde. © www.wir-haben-es-satt.de

Das sagen die Demonstranten:

„Wir wollen Essen von Bauern und Lebensmittelhandwerkern, nicht von Chemie- und Pharmakonzernen“
Jochen Fritz, Organisator der Wir haben satt-Demonstrationen

"Wenn Bayer und Monsanto fusionieren, haben wir eine Marktkonzentration erreicht, die Wettbewerb nicht mehr zulässt." – Bernd Schmitz, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

„Bayer und Monsanto begründen ihr Geschäftsmodell mit der Bekämpfung des Hungers in der Welt. Doch ganz im Gegensatz führt dieses Modell dazu, dass sich Kleinbauern verschulden, ihr Land verlieren oder von Pestiziden krank werden.“ – Sarah Schneider, Referentin Ernährung und Landwirtschaft bei Misereor

„Um die bäuerliche Landwirtschaft, gesundes Essen und eine vielfältige Umwelt zu erhalten, brauchen wir direkte Kontakte zu regionalen Produzenten. Immer größere Konzerne im Agrarbereich bedrohen unsere Zukunft.“ – Jutta Sundermann, Aktion Agrar

Die Demonstration markierte den Auftakt der „Wir haben es satt!“-Aktionstour, mit der die Kampagne Meine Landwirtschaft vor der Bundestagswahl für die Agrar- und Ernährungswende wirbt. Von der neuen Regierung fordert sie: "Mehr Tierschutz, mehr Ökologie und Naturschutz, mehr sozialer Gerechtigkeit und gesundes Essen für alle.“ Weitere Aktionen sind geplant.

Höhepunkt ist die Demonstration am Samstag, 9. September, um 13 Uhr in Königs Wusterhausen bei Berlin gegen die geplante Erweiterung des Wiesenhof-Schlachthofs auf 240.000 Hühner am Tag.

 


Stichworte:

Politik

Landwirtschaft


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