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Weltbodentag am 5. Dezember

von Redaktion (Kommentare: 0)


Heute ist Weltbodentag. Seit 2002 macht die Internationale Bodenkundliche Union (IUSS) am 5. Dezember auf den Wert der Böden aufmerksam. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), äußert sich dazu in einer Pressemitteilung.

„Böden sind Grundlage für mehr als 90 Prozent der weltweit produzierten Nahrung. Erosion und Versalzung machen Böden weltweit unfruchtbar. Auch chemisch-synthetische Stoffe in Pestiziden und Düngemitteln sowie zu hohe Gewichte landwirtschaftlicher Maschinen beeinträchtigen den belebten Boden und damit die Basis für unsere Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion“, schreibt zu Löwenstein.

Der BÖLW setzt sich für die Einführung spezifischer Rechtsvorschriften zum Schutz der Böden in Europa ein. In der EU gibt es kein gesetzliches Regelwerk für eine verbindliche und einheitliche Bodenschutzstrategie. Bestehende EU-Regelungen reichen nach Meinung des BÖLW nicht aus, um ein angemessenes Schutzniveau für alle Böden in Europa zu gewährleisten.

Felix Prinz zu Löwenstein: Agrarpolitik muss regenerative Landwirtschaft fördern

Der Ökologische Landbau wurde vor fast 100 Jahren begründet, um die Fruchtbarkeit der land-wirtschaftlichen Böden zu erhalten. Im Ökolandbau werden keine chemisch-synthetischen Substanzen in Spritz- und Düngemitteln eingesetzt, die das Bodenleben negativ beeinträchtigen. Durch ökologische Bewirtschaftung wird der Boden fruchtbarer und speichere mehr klimaschädliches CO2, weil das der Grundbaustein für Humus ist.

Ackerbau

Ökologisch bewirtschaftete Böden sind fruchtbarer als konventionelle, chemiefrei und schützen das Klima besonders gut. Symbolbild © Ökolandbau.de

Trotzdem könnten viele Betriebe, ökologisch und konventionell, noch mehr tun, merkt zu Löwenstein an. „Mit regenerativer Landwirtschaft kann Humus im Boden aufgebaut und damit überschüssiger Kohlenstoff aus der Luft gespeichert werden. Die Agrarpolitik muss endlich etwas dafür tun, dass eine solche Landwirtschaft zum Standard wird.Die EU ebenso wie Bund und Länder müssen deshalb humus-aufbauende ‚Regenerative Landwirtschaft‘ zu einem Schwerpunkt von Agrar- und Klimapolitik machen“, fordert er.

Der BÖLW weist auf die Studie „Regeneration von Böden und Öko-Systemen: Ein Weg zur Begrenzung des Klimawandels“ hin, die Interessierte hier lesen können.


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Landwirtschaft


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