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Vertriebsstreit mit Alnatura: dm zieht vor Oberlandesgericht

von Redaktion (Kommentare: 0)


Im Prozess um Mitsprache beim Vertrieb von Alnatura-Produkten geht dm in Berufung. Ein Verhandlungstermin vor dem Oberlandesgericht Frankfurt stehe allerdings noch nicht fest, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ).

Der Drogeriekonzern hatte im Dezember vor dem Landgericht Darmstadt den Prozess gegen den Bio-Großhändler verloren. Geklagt hatte dm-Gründer Götz Werner, weil Alnatura den langjährigen Kooperationsvertrag  zwischen den Unternehmen kündigte und neue Partnerschaften mit Edeka, Müller und Rossmann einging. Bislang hatten die Karlsruher ein Mitspracherecht beim Vertrieb der Alnatura-Produkte. Die Bickenbacher wiederum reagierten mit dem Schritt auf die schleichende Auslistung von Produkten der Marke Alnatura bei dm und die Einführung der Eigenmarke "dm Bio".

Das Landgericht hatte dm zu einer Rückzahlung von 2,35 Millionen Euro für zuvor gekürzte Rechnungen verurteilt. Der Richter stufte die Kündigung des Kooperationsvertrages zudem als "alternativlos" ein, schreibt die LZ. Andernfalls hätte Alnatura damit rechnen müssen, dass bei einer Forcierung von dm Bio unter Auslistung seiner Artikel und angesichts der Exklusivitätsklausel „sogar eine wirtschaftliche Vernichtung der Beklagten unter diesen Voraussetzungen möglich erschienen wäre“, erklärte der Richter der LZ zufolge.

Auch im zweiten Streitfall zwischen den beiden ehemaligen Weggefährten, bei dem es um Anspruch auf die Marke Alnatura geht, zieht dm vor das Oberlandesgericht. Gemeinsam mit Werner klagt hier der Ex-Tegut-Inhaber Wolfgang Gutberlet.  


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