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UN-Bericht bestätigt: Pestizide sind Problem statt Lösung

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung, Hilal Elver, hat beim UN-Rat für Menschenrechte am 7.März einen Bericht zu den Risiken von Pestiziden für die Welternährung vorgelegt (Report of the UN Special Rapporteur on the right to food).

Der neue UN-Bericht bestätige in aller Deutlichkeit, dass Pestizide Teil des Problems sind und nicht etwa der Lösung, erklären die Grünen-Politiker Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik und Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik. „Die globale Chemieindustrie hegt den Mythos, Pestizide seien notwendig, um eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Es ist gut, dass UN-Sonderberichterstatterin Hilal Elver dieser Legende entschieden widerspricht. Das Gegenteil ist der Fall: wir müssen aufhören, die Äcker der Welt immer mehr zu vergiften und damit langfristig unsere Lebensgrundlagen zu zerstören".

Forderung nach einem konkreten Pestizid-Reduktionsplan

Der UN-Bericht empfehle ausdrücklich ökologische Formen der Landwirtschaft als Lösung für die Welternährung. Diese müssten weltweit viel stärker gefördert werden, ob in der Entwicklungszusammenarbeit oder anderen Politikfeldern, betonen die Politiker. Die klaren Worte der UN-Berichterstatterin müssten endlich auch die Bundesregierung in Person von Agrarminister Schmidt und Entwicklungsminister Gerd Müller ankommen. Ebner und Kekeritz fordern einen Pestizid-Reduktionsplan mit verbindlichen Zielen und konkreten Vorgaben. Dass es mit immer mehr Gift auf den Äckern nicht weitergeht, haben inzwischen selbst Akteure der konventionellen Agrarwirtschaft wie die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) erkannt. Minister Schmidt müsse den Ökolandbau viel entschlossener fördern als er es in seiner unambitionierten „Zukunftsstrategie“ angekündigt habe.


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