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Umsatzbarometer: Schwacher Start ins Jahr 2017

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Trend zu stark abgeschwächter Tagesumsatzentwicklung im deutschen Naturkosthandel setzt sich fort: Die durchschnittlichen Tagesumsätze der am Umsatzbarometer BioHandel teilnehmenden Betriebe sinken flächenbereinigt im ersten Quartal 2017 um 2,3 Prozent. Dieses ist damit das sechste in Folge mit geringen, teilweise negativen Umsatzentwicklungen.

Monats-Ergebnisse für das erste Quartal 2017

Im Januar (mit einem Verkaufstag mehr als im Vorjahr) erzielen die Betriebe einen (flächenbereinigten) Umsatzrückgang von 1,1 Prozent (im Vorjahr plus 4,2 Prozent), das entspricht einer absoluten Monatsentwicklung von plus 2,9 Prozent.

Im Februar (mit einem Verkaufstag weniger als im Vorjahr) liegt die Tagesumsatzentwicklung bei plus 0,1 Prozent. Für die absoluten Monatsumsätze entspricht das einem Rückgang von 3,9 Prozent.

Der März 2016 mit Ostern am Monatsende hatte ein Umsatzplus von 8,1 Prozent, im März 2017 (bei zwei Verkaufstagen mehr) ist der Tagesumsatz um 5,6 Prozent gesunken. Für die absoluten März-Umsätze entspricht dies einem Plus von zwei Prozent.

Umsatzentwicklung der verschiedenen Betriebstypen

Die Hofläden, die im Vorjahr in den ersten drei Monaten noch ein Umsatzplus von 6,5 Prozent erreicht hatten, verlieren im 1. Quartal 1,9 Prozent.

Die kleinen Naturkostläden und Naturkostfachgeschäfte hatten zu Jahresanfang 2016 um 3,0 Prozent zugelegt. Im ersten Quartal 2017 haben diese Betriebe mit minus 4,0 Prozent die schwächste Entwicklung aller Betriebstypen.

Die Bio-Supermärkte hatten im ersten Quartal 2016 gegenüber 2015 um 4,5 Prozent zugelegt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2017 betragen ihre Rückgänge 1,7 Prozent.

Profilierung ist unausweichlich!

Das erste Quartal 2017 ist das erste seit Erstellung des Umsatzbarometers vor 14 Jahren, für das wir in allen ausgewerteten Kategorien (Fläche wie Betriebstyp wie Umsatzklasse) rückläufige Umsätze ermittelt haben - offenkundig betrifft diese Entwicklung die gesamte Branche und ist keine vorübergehende Erscheinung im Naturkostfachhandel.

Einfach nur Bio-Lebensmittel zu verkaufen dürfte in Zukunft also definitiv nicht mehr reichen, um erfolgreich zu wirtschaften. Von Bioläden wünschen sich die Verbraucher offenkundig weit mehr als "nur" korrekte ökologische Lebensmittel. Zum einen geht es um solche banal wirkende Dinge wie Dienstleistung, Service und Produktvielfalt – zudem um Glaubwürdigkeit, Authentizität und Individualität. Der inhabergeführte Fachhandel muss seine Alleinstellungsmerkmale präzise entwickeln und sie zielgerichtet und überzeugend kommunizieren, um am Markt dauerhaft Bestand zu haben und nicht austauschbar oder überflüssig zu werden.

Hier finden Sie das Umsatzbarometer für das 1. Quartal 2017 als Diagramm.

Zu weiteren Details vgl. den Artikel im BioHandel 06/2017.


Stichworte:

Betriebswirtschaft

Statistik Naturkosthandel


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