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Auf der Zielgeraden: Tierwohl-Prüfkonzept für Bio-Betriebe

von Redaktion (Kommentare: 0)


Dank EU-Öko-Verordnung und Verbands-Standards haben es Bio-Tiere besser als ihre konventionellen Artgenossen. Doch die regelmäßigen Kontrollen können bisher nur ressourcenbasierte Vorgaben wie Stallgröße oder Einstreu prüfen. Ob es dem Tier wirklich besser geht, ließ sich bisher nicht mit europaweit vereinbarten Methoden prüfen. Das wollen Organisationen der Öko-Branche ändern.

Im EU-Projekt Aware arbeiten sie seit 2015 unter Koordination der Kontrollstelle GfRS aus Göttingen zusammen. „Mit Prüfmethoden zu tierbezogenen Kriterien wollen wir Tierschutzkontrollen verbessern und einen Beitrag zu einer besonders artgerechten Öko-Tierhaltung leisten“, sagt GfRS-Geschäftsführer Jochen Neuendorff.

Der erste Teil des Projekts ist nun abgeschlossen. Dabei wurden Prüfkonzepte zu tierbezogenen Indikatoren einiger beteiligter Zertifizierungsstellen zusammengefasst und ausgewertet. Die Studie dazu ist auf der Aware-Homepage www.organic-animal-welfare.eu zu finden.

Die Zertifizierungsstellen und Anbauverbände kommen aus Deutschland, Italien, Polen und England. Auch Naturland ist dabei. „Die deutschen Anbauverbände nutzen ein eigenes Kontrollverfahren für das Öko-Tierwohl. Das Wohlergehen von Öko-Tieren hat jedoch für die ganze Bio-Branche höchste Priorität“, sagt Steffen Reese, Geschäftsführer des Naturland Verbands. „Damit das Vorhaben Erfolg hat, stellen wir unser Know-how gern zur Verfügung.“ Derzeit entwickle der englische Verband Soil Association einen Vorschlag für ein einheitliches, europäisches Prüfkonzept für das Tierwohl im Öko-Landbau. Schulungen für Bio-Kontrolleure sollen laut Aware folgen.

(Bild: Alexander Reinbold)


Stichworte:

Forschung und Studien

Verbände/Institutionen

Landwirtschaft


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