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Syngenta-Übernahme: Widerstand in den USA

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die chinesische Staatsfirma ChemChina will den Basler Agrarkonzern Syngenta für 43 Milliarden US-Dollar übernehmen. Nach einem Bericht des Schweizer Landwirtschaftlichen Informationsdienst Lid regt sich in den USA dagegen Widerstand. Der US-Senator Chuck Grassley (Iowa) reichte am 12. Juli eine Gesetzesvorlage ein, die gegen die Übernahme von Syngenta durch ChemChina zielt, berichtet die auch die Neue Züricher Zeitung (NZZ am Sonntag).

Konkret will Grassley, dass das Landwirtschaftsministerium beim Ausschuss CFIUS (Foreign Investment in the United States) einen permanenten Sitz erhält. Dieses Gremium, dem Beamte verschiedener Departemente angehören, prüft, ob Verkäufe von US-Firmen an ausländische Investoren die nationale Sicherheit gefährden. Weil sich ein Großteil des Saatgutgeschäfts von Syngenta in den USA befindet, fühlt sich der US-Ausschuss für die Übernahme zuständig.

Wenn das Landwirtschaftsministerium permanentes CFIUS-Mitglied werde, bedeute dies, dass die Lebensmittelsicherheit ein wichtiger Faktor der nationalen Sicherheit sei, zitiert die NZZ am Sonntag einen Politberater aus Washington. Die gegenwärtigen Transaktionen würden die Lebensmittelproduktion für die nächsten Jahrzehnte prägen, begründet Chuck Grassley seinen Vorstoß. Es sei eine Frage von strategischer Bedeutung, wer die Nahrungsmittel-Produktion von morgen kontrolliere. Nahrungsmittel-Sicherheit tangiere die nationale Sicherheit.

Zudem muss Syngenta derzeit mit deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Gewinn kämpfen. Der Umsatzrückgang um 7% und der Gewinneinbruch um 13% im ersten Halbjahr hängen allerdings nicht nur mit der gesunkenen Nachfrage, sondern auch mit dem starken Dollar zusammen,


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