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Studie: Fairer Handel verändert die Gesellschaft

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Faire Handel bewirkt, dass hierzulande immer mehr Verbraucher die Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern in ihre Kaufentscheidung einbeziehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Verändert der Faire Handel die Gesellschaft?“, die der Verein TransFair gemeinsam mit anderen gemeinnützigen Organisationen in Auftrag gegeben hat. Bundesentwicklungsminister Müller nahm sie zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche entgegen.

Die wohl sichtbarste Veränderung sei die deutlich vergrößerte Palette und Verfügbarkeit fair gehandelter Produkte, so der Verein, der in Deutschland das Fair-Trade-Siegel vergibt. Diese sind heute nicht nur in Weltläden, sondern auch in fast jedem Supermarkt, vielen Fachgeschäften sowie in der Gastronomie erhältlich. Auf politischer Ebene würden Einkaufspraktiken unter dem Stichwort faire Beschaffung diskutiert, in der Wirtschaft werde der Faire Handel im Rahmen der Unternehmensverantwortung und des Rohstoffbezugs bedeutender. Als größter Erfolgsfaktor des Fairen Handels hat sich laut Studie das Konzept selbst erwiesen: Der Faire Handel mache komplexe globale Problemzusammenhänge verständlich und liefere konkrete Lösungsansätze.

Doch es bleibt viel zu tun. Vor allem in der Politik sollten die Themen „Gerechterer Welthandel“, „Nachhaltigere Entwicklung“ und „Nachhaltigerer Konsum“ stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, fordert Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair.

Im Untersuchungszeitraum (15 Jahre) hat es laut Studie keine substanziellen Veränderungen der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen gegeben, wie sie von der Fair-Handels-Bewegung angestrebt werden. „Der Faire Handel muss den gesellschaftlichen Schulterschluss mit gleichgesinnten zivilgesellschaftlichen Akteuren verstärken, um die politische Forderung der Bewegung nach einem gerechteren Welthandel voranzubringen“, so Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel.

Die Studie wurde vom CEval Institut Saarbrücken durchgeführt und finanziell durch die Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt. Die Kurzfassung steht zum Download auf der Website des TransFair-Vereins bereit.


Stichworte:

Fairer Handel


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