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Studie: Deutschlands sieben Ernährungstypen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Sieben Ernährungstypen © 2017 The Nielsen Company

Die sieben Ernährungstypen nach der Nielsen-Studie (Grafik © 2017 The Nielsen Company)

Nach einer aktuellen Studie von Nielsen, einem globalen Informations- und Medienunternehmen, sind 84 Prozent der Deutschen auf eine bewusste Ernährung bedacht. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 11.000 Haushalte in Deutschland zu ihren Einkaufs- und Essgewohnheiten sowie zu ihren Präferenzen befragt.

Anhand der Studienergebnisse lassen sich die deutschen Verbraucher in sieben Ernährungstypen einteilen. Laut Birgit Czinkota, Senior Client Consultant bei Nielsen, sei die Befragung ein Beleg für die komplexen Essgewohnheiten der Deutschen: „Den klassischen Vegetarier betrachten wir so gar nicht mehr. Wir haben die sieben Ernährungstypen entwickelt, da die herkömmliche Einteilung in rein Vegetarisch, Vegan, Bio und Co. ihre Grenzen erreicht hat. Diese sind vielmehr zu Indikatoren für die übergreifenden Ernährungstypen geworden.“

Sieben Ernährungstypen – ein Überblick

Wie die Studie weiterhin zeigt, unterscheiden sich die verschiedenen Ernährungstypen nicht nur in Hinblick auf demografische Bedingungen wie dem Alter der Verbraucher. Darüber hinaus spielen ebenso die Größe des Haushalts sowie die Einstellung zur Ernährung eine große Rolle. Was Menschen letztendlich essen, sei stark von ihrem Lebensstil abhängig, so Birgit Czinkota. Und so wurden folgende Typen durch die Studie skizziert:

1. Die Engagierten – 27 Prozent:

  • Kochen ist fester Bestandteil des Tagesablaufs
  • Spaß an der Zubereitung von Lebensmitteln
  • Freude an der Bewirtung von Familie und Freunden
  • Wertschätzung der Lebensmittelqualität

2. Die Pragmatiker- 22 Prozent

  • Zeitfaktor spielt eine große Rolle beim Thema Ernährung
  • bevorzugen schnelle Mahlzeiten
  • beachten dennoch ansatzweise Gesundheitsaspekte

3. Die Unbekümmerten - 16 Prozent

  • machen sich nur wenig Gedanken um ihre Ernährung
  • essen nach Lust und Laune
  • oft unter 50 Jahre alt
  • kaufen häufig Tiefkühlkost

4. Die Naturnahen - 11 Prozent

  • Bio-Qualität und regionale Produkte besonders wichtig
  • Wertschätzung von Vertrauenswürdigkeit und Nachhaltigkeit

5. Die Trendigen - 11 Prozent

  • besonders junge Leute
  • immer wieder auf der Suche nach hippen Food-Trends
  • Inspiration durch andere Esser
  • Markenaffinität ist vergleichsweise hoch

6. Die Körperbewussten - neun Prozent

  • Körper, Figur, Wohlbefinden und Gesundheit stehen bei der Ernährung klar im Vordergrund
  • Bereitschaft, sich für den Körper und die Gesundheit in ihrer Ernährung einzuschränken

7. Die Gewissensentscheider - vier Prozent

  • Lebensmittel müssen nicht nur gut schmecken, sondern auch dem Anspruch an Tier- und Umweltschutz genügen

Auswirkungen auf das Konsumverhalten

Birgit Czinkota zufolge zeigen die verschiedenen Typen, dass Essen und Kochen inzwischen weit mehr ist, als Nahrungsaufnahme oder ein Interesse. Sie seien längst Teil der Auslebung eines bestimmten Lifestyles und damit längst mit der Bedeutung von Musik, Mode und anderen Hobbys vergleichbar: „Viele Verbraucher sind online auf Trendsuche, tauschen sich mit Freunden über Ernährung aus, besuchen Food-Festivals oder machen Kochen und den Einkauf zum integralen Bestandteil ihres Alltags und ihrer Freizeit“. Und so müsse laut Czinkota auch der Handel reagieren.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter: www.nielsen.com/bewusste-esser

 


Stichworte:

Forschung und Studien

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