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Strengere Regeln für Antibiotikaeinsatz bei Tieren

von Redaktion (Kommentare: 0)


EU-Flagge
Bauern in der EU sollen künftig den Einsatz von antimikrobiellen Arzneimitteln bei ihren Tieren dokumentiern.

Die Trilog-Verhandlungen über die neue EU-Verordnung zu Tierarzneimittel sind abgeschlossen. Das ändert sich:

  • Antibiotika soll nur noch beschränkt verwendet werden dürfen; um Resistenzen vorzubeugen
  • Reserveantibiotika soll künftig dem Menschen vorbehalten sein
  • Jeder Bauernhof muss Daten zur Verwendung von antimikrobiellen Arzneimitteln erheben

Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen und Mitglied im Umweltausschuss, war der zuständige grüne Verhandlungspartner für die neuen Regelungen. Er kommentiert: „Antibiotikaresistenzen sind eine der drängendsten globalen Gefahren. Dabei spielt der falsche und häufige Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung eine große Rolle. Mit der neuen Verordnung für Tierarzneimittel haben wir jetzt ein Rechtsmittel an der Hand, die Verwendung von Antibiotika zu beschränken. Es ist ein großer Erfolg, dass Reserveantibiotika künftig den Menschen vorbehalten sein sollen. Auch der prophylaktische Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung wird in der Zukunft nur noch in absoluten Ausnahmefällen möglich sein. Umfassendes Datenmaterial zum Verkauf und zur Verwendung von Antibiotika sind ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den übermäßigen Antibiotika-Einsatz. Nur so können wir gezielt ansetzen. Uns Grünen ist es gelungen, dass die neue Verordnung die Datenerhebung zur Verwendung von antimikrobiellen Arzneimitteln per Bauernhof vorschreibt.“

Umweltauswirkungen der Arzneimittel nicht reglementiert

Wenig erfreut zeigte sich Häusling darüber, dass sich die Mehrheit der Verhandlungspartner nicht darauf eingelassen hat, die Umweltauswirkungen der Arzneimittel und ihrer Herstellung zu reglementieren. „So haben wir die Chance verpasst, Wasserverschmutzung oder die Freisetzung gefährlicher Substanzen einzudämmen“, so Häusling.


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